[{"data":1,"prerenderedAt":208},["ShallowReactive",2],{"article-ernaehrung-iifym":3,"magazin-current-issue":22,"related-ernaehrung-iifym":175,"comments-iifym":206},{"id":4,"slug":5,"title":6,"content":7,"excerpt":8,"date":9,"modified":10,"categories":11,"tags":13,"featured_media":17,"featured_image_url":18,"featured_image_alt":19,"primary_category_slug":20,"seo_description":21,"sources":21},229298,"iifym","IIFYM &#8211; Alles essen &amp; trotzdem abnehmen\u002F aufbauen","\u003Cp dir=\"ltr\">\u003Cstrong>IIFYM steht für &#8222;If it fits your macros&#8220;\u003C\u002Fstrong> und bedeutet: &#8222;wenn es in deine Makros passt&#8220;. „Makros&#8220; wiederum steht für die Makronährstoffe: Kohlenhydrate, Eiweiß, Fett.\u003C\u002Fp> \u003Cp dir=\"ltr\">IIFYM ist das Schwert im Kampf \u003Cstrong>gegen totale Lebensmittelverbote\u003C\u002Fstrong> und \u003Cstrong>irrationalen Vorstellungen davon, wie Abnehmen oder Muskelaufbau funktioniert.\u003C\u002Fstrong>\u003C\u002Fp> \u003Cp dir=\"ltr\">Mach dir unbedingt klar, woher die IIFYM-Idee kommt! Denn sonst liest du etwas hinein, was so nicht gemeint ist (diesem Problem fallen nicht Wenige zum Opfer). &#8222;IIFYM&#8220; ist ursprüngliche eine von Alan Aragon geprägte Antwort auf Fragen wie:\u003C\u002Fp> \u003Cul> \u003Cli dir=\"ltr\">&#8222;\u003Cem>Darf ich in meiner Diät ein Stück Kuchen essen, oder werde ich sonst fett?\u003C\u002Fem>&#8222;\u003C\u002Fli> \u003Cli dir=\"ltr\">&#8222;\u003Cem>Was soll ich mit Fast Food machen? Kann ich das trotzdem essen?\u003C\u002Fem>&#8222;\u003C\u002Fli> \u003Cli dir=\"ltr\">&#8222;\u003Cem>Darf ich beim Muskelaufbau auch Schokolade essen?\u003C\u002Fem>&#8222;\u003C\u002Fli>\n\u003C\u002Ful> \u003Cfigure class=\"my-6\">\u003Ca href=\"https:\u002F\u002Fwzjqouafgfqbutjwmjir.supabase.co\u002Fstorage\u002Fv1\u002Fobject\u002Fpublic\u002Fsf-uploads\u002Fschokokuchen.jpeg\">\u003Cimg loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\u002F\u002Fwzjqouafgfqbutjwmjir.supabase.co\u002Fstorage\u002Fv1\u002Fobject\u002Fpublic\u002Fsf-uploads\u002Fschokokuchen.jpeg\" alt=\"Macht dieser Kuchen wirklich deine Diät zunichte?\" width=\"1024\" height=\"641\" \u002F>\u003C\u002Fa>\u003Cfigcaption class=\"text-sm text-gray-500 mt-2 text-center\">Macht dieser Kuchen wirklich deine Diät zunichte?\u003C\u002Ffigcaption>\u003C\u002Ffigure> \u003Cp dir=\"ltr\">\u003Cstrong>Die Antwort darauf lautet jeweils: &#8222;If it fits your macros&#8220;.\u003C\u002Fstrong>\u003C\u002Fp> \u003Cp dir=\"ltr\">Solange die entsprechenden Lebensmittel also in deine Vorgaben für \u003Ca href=\"\u002Fernaehrung\u002Fkohlenhydrate-protein-eiweiss-fett-makronaehrstoffe\">Kohlenhydrate, Eiweiß und Fett (&#8222;Makros&#8220;)\u003C\u002Fa> passen, ist das kein Problem. Es wird deinem Fettverlust oder Muskelaufbau nicht beeinflussen und du kannst dich entspannen.\u003C\u002Fp> \u003Cp>\u003Cstrong>Beispiel: \u003C\u002Fstrong>Du willst abnehmen und zielst auf ein kcal-Defizit von 700 kcal pro Tag. Dazu \u003Ca href=\"\u002Fernaehrung\u002Fkalorien-und-makros-zaehlen\">zählst du deine kcal &amp; Makros\u003C\u002Fa>. Als Vorgabe hast du 200 g Eiweiß, 100 g Kohlenhydrate und 50 g Fett festgelegt (= 1650 kcal).\u003C\u002Fp> \u003Cp>Nun stehst du im Laufe deiner Diät vor der Frage, ob du \u003Cstrong>ein Stück Käsekuchen oder ein Eis essen\u003C\u002Fstrong> kannst? Und die Antwort lautet: &#8222;Solange das in deine &#8222;Makros&#8220; passen, kannst du sie essen, ohne deinen Fortschritt zu behindern.&#8220;\u003C\u002Fp> \u003Cp>Keine unnötige Selbstkasteiung notwendig. Und warum? Weil du deine Ernährung auf wissenschaftliche Fakten aufbaust und nicht auf ängstlichem Glauben an ungerechtfertigte Mythen.\u003C\u002Fp> \u003Ch2 dir=\"ltr\">1. Welche Fakten stecken hinter IIFYM?\u003C\u002Fh2> \u003Ch3 dir=\"ltr\">1.1 kcal und Makros sind mit Abstand das Wichtigste für deinen Erfolg\u003C\u002Fh3> \u003Cp>Die Evidenz ist erdrückend: Ob du zu- oder abnimmst, hängt absolute primär von deiner \u003Cstrong>Gesamtaufnahme von kcal\u003C\u002Fstrong> zusammen. Sogar die genaue \u003Cstrong>Zusammensetzung der Makros ist dafür zweitrangig\u003C\u002Fstrong>.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Allerdings sind die Makros sehr wichtig, um das Verhältnis von zu- oder abgenommener Muskel- oder Fettmasse zu beeinflussen (vor allem Protein!). Zudem sind die Makros für das Sättigungsgefühl (v.a. Protein), sportliche Leistungsfähigkeit (Kohlenhydrate), deine hormonelle Lage (alle Makros), Muskelabbau (v.a. Protein) etc. wichtig.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Deshalb ist es das absolut Wichtigste deine kcal und &#8222;Makros&#8220; einzuhalten. Der ganze Rest ist sekundär.\u003C\u002Fp> \u003Ch3>1.2 Mahlzeitentiming, Sättigung, Lebensmittelqualität etc.\u003C\u002Fh3> \u003Cp>Wann du was isst, von welcher Qualität die Lebensmittel sind, welches Volumen oder welche Energiedichte sie haben &#8211; ist \u003Cstrong>für die kurzfristige Veränderung deines Aussehens nicht so wichtig. \u003C\u002Fstrong>Lies bitte ganz genau: Für dein Aussehen, die Optik, Ästhetik &#8211; sprich hauptsächlich das Vorhanden- oder Nichtvorhandensein von Fett und Muskeln!\u003C\u002Fp> \u003Cp>Deshalb basieren alle Anleitungen von FE um besser auszusehen (\u003Ca href=\"\u002Fmaenner\">Männer-Guide\u003C\u002Fa>, \u003Ca href=\"\u002Ffrauen\">Frauen-Guide\u003C\u002Fa>) auf diesem Grundsatz.\u003C\u002Fp> \u003Cp>\u003Cstrong>Primär wichtig sind kcal + Makros.\u003C\u002Fstrong> Alles andere kommt weit danach.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Sind diese anderen Sachen deshalb unwichtig? Nein, nicht unbedingt. Es macht durchaus viel Sinn auch auf die Details zu achten und damit die Diät einfacher durchhaltbar zu machen, mehr Mikronährstoffe abzubekommen oder langfristig dadurch vielleicht weniger oft krank zu werden und mehr Leistung bringen zu können.\u003C\u002Fp> \u003Cp>\u003Cstrong>Das alles wird durch IIFYM nicht infrage gestellt.\u003C\u002Fstrong>\u003C\u002Fp> \u003Cp>Es geht um die einfache Frage: &#8222;Ist es schlimm, wenn ich XY esse?&#8220; Die Antwort lautet: &#8222;Nein, sofern es in deine Makros passt, kannst du dich entspannen.&#8220; Das heißt aber noch lange nicht, dass du in das andere Extrem verfallen musst!\u003C\u002Fp> \u003Ch2>2. Achtung: Was IIFYM garantiert nicht bedeutet!\u003C\u002Fh2> \u003Cp dir=\"ltr\">\u003Cstrong>Das solltest du sicher nicht in IFFYM hineininterpretieren: \u003C\u002Fstrong>\u003C\u002Fp> \u003Cp dir=\"ltr\">\u003Cem>Eine Diät oder Sporternährung sollte \u003Cstrong>NICHT nur\u003C\u002Fstrong> aus Fast Food bestehen. Das würde zwar funktionieren, aber andere wichtige Punkte wie Gesundheit, Sättigung, Wohlbefinden beeinträchtigen und damit die langfristige Durchführbarkeit negativ beeinflussen.\u003C\u002Fem>\u003C\u002Fp> \u003Cp>\u003Cem>Der entscheidende Gedanke von IIFYM ist, dass nicht jede Diät oder gute Sportlerernährung zu 100% clean, biologisch, organisch oder sonst wie sein sollte. \u003C\u002Fem>\u003C\u002Fp> \u003Cp>\u003Cem>Etwas Junk-Food in der Ernährung stoppt nicht sofort den Fettverlust\u002FMuskelaufbau oder hat gar negative Auswirkungen auf deine Leistungsfähigkeit oder Gesundheit. \u003C\u002Fem>\u003C\u002Fp> \u003Cp>\u003Cem>Nicht selten führen solche extremen Einstellungen sogar zu Stress und Einschränkungen, die deine Resultate behindern.\u003C\u002Fem>\u003C\u002Fp> \u003Cfigure class=\"my-6\">\u003Ca href=\"https:\u002F\u002Fwzjqouafgfqbutjwmjir.supabase.co\u002Fstorage\u002Fv1\u002Fobject\u002Fpublic\u002Fsf-uploads\u002Ffettige_pizza.jpeg\">\u003Cimg loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\u002F\u002Fwzjqouafgfqbutjwmjir.supabase.co\u002Fstorage\u002Fv1\u002Fobject\u002Fpublic\u002Fsf-uploads\u002Ffettige_pizza.jpeg\" alt=\"Kann man zwar essen, falls es in die &quot;Makros&quot; passt - als Basis der Ernährung aber sicherlich nicht dauerhaft empfehlenswert.\" width=\"1024\" height=\"577\" \u002F>\u003C\u002Fa>\u003Cfigcaption class=\"text-sm text-gray-500 mt-2 text-center\">Kann man zwar essen, falls es in die &#8222;Makros&#8220; passt &#8211; als Basis der Ernährung aber sicherlich nicht dauerhaft empfehlenswert.\u003C\u002Ffigcaption>\u003C\u002Ffigure> \u003Ch2>3. Vor- und Nachteile von IIFYM\u003C\u002Fh2> \u003Cp>Praktisch alles im Leben hat Vor- und Nachteile. So auch die IIFYM-Methode.\u003C\u002Fp> \u003Cp>\u003Cstrong>Vorteile:\u003C\u002Fstrong>\u003C\u002Fp> \u003Cul> \u003Cli>Mehr Freiheit und Flexibilität bei der Ernährung.\u003C\u002Fli> \u003Cli>Weniger irrationale Vorstellungen wie dein Körper funktioniert (&#8222;durch cleane Lebensmittel nimmt man ab&#8220;).\u003C\u002Fli> \u003Cli>Keine Totalverbote bestimmter Lebensmittel.\u003C\u002Fli>\n\u003C\u002Ful> \u003Cp>\u003Cstrong>Nachteile:\u003C\u002Fstrong>\u003C\u002Fp> \u003Cul> \u003Cli>Höherer Planungs- und Kontrollaufwand (kcal und Makros müssen dokumentiert werden).\u003C\u002Fli>\n\u003C\u002Ful> \u003Ch2>5. Aber ist es deshalb schlau sich nur (oder vor allem) von &#8222;Junk Food&#8220; zu ernähren?\u003C\u002Fh2> \u003Cp>Nur weil man sich nicht &#8222;sauber&#8220; oder &#8222;clean&#8220; ernähren muss, um Fett zu verlieren, Muskeln aufzubauen und seine Leistung zu steigern, ist nicht das krasse Gegenteil davon der beste Weg!\u003C\u002Fp> \u003Cp>Theoretisch heißt das, dass du dich von Burger, Pizza, Donuts und Co. ernähren kannst und abnimmst, Muskeln aufbaust etc. Solange du damit deine Kcal und Makros einhältst!\u003C\u002Fp> \u003Cp>Darum kannst du z. B. auch nur mit Kuchen und Süßigkeiten abnehmen. Ein Ernährungsprofessor hat genau das in einem Selbstversuch gemacht: \u003Ca href=\"http:\u002F\u002Fedition.cnn.com\u002F2010\u002FHEALTH\u002F11\u002F08\u002Ftwinkie.diet.professor\u002F\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">&#8222;Twinkie diet helps nutrition professor lose 27 pounds&#8220;\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fp> \u003Cp>In der Praxis kommen noch andere Faktoren ins Spiel wie \u003Cstrong>Hunger in der Diät\u003C\u002Fstrong> und deine langfristige \u003Cstrong>Gesundheit\u003C\u002Fstrong>.\u003C\u002Fp> \u003Ch3>5.1 Hunger in der Diät\u003C\u002Fh3> \u003Cp>Es ist theoretisch wohl möglich, sich nur von Burgern zu ernähren und abzunehmen.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Wenn du allerdings von ständigem Hunger gequält wirst, kannst du das nicht lange durchhalten.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Mit magerem Eiweiß, viel Obst und Gemüse bekommst du bei der gleichen Energiemenge, ein \u003Cstrong>viel größeres Volumen und wesentlich mehr Ballaststoffe\u003C\u002Fstrong>. Das sorgt für eine viel stärkere und länger anhaltende Sättigung.\u003C\u002Fp> \u003Ch3>5.2 Deine Gesundheit\u003C\u002Fh3> \u003Cp>Wenn du dich langfristig nur von Junkfood ernährst, wirst du einige \u003Ca href=\"\u002Fernaehrung\u002Fmikronaehrstoffe\">Vitamine, Mineralien und Spurenelemente\u003C\u002Fa> nicht ausreichend zuführen.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Dazu kommen oft viele \u003Cstrong>gesundheitsschädliche Transfette, wenig Ballaststoffe etc.\u003C\u002Fstrong>\u003C\u002Fp> \u003Cp>Vielleicht wirst du dadurch dauerhaft öfter krank oder dich schlechter oder schneller gestresst. All das wird deine Resultate über kurz oder lang sabotieren. Auch wenn auf dem Papier doch nur kcal und Makros zählen!\u003C\u002Fp> \u003Cp>Für den reinen Fettverlust ist bei der Ernährung trotzdem erst mal nur die kcal-Bilanz und deine \u003Ca href=\"\u002Fernaehrung\u002Fkohlenhydrate-protein-eiweiss-fett-makronaehrstoffe\">Makronährstoffe (KH, P, F)\u003C\u002Fa> entscheidend. Sobald jedoch andere Ziel hinzukommen wird es etwas komplexer.\u003C\u002Fp> \u003Ch2 dir=\"ltr\">6. Bist du dem IIFYM-Kult verfallen?\u003C\u002Fh2> \u003Cp>Das ganze IIFYM-Konzept wird gerne total pervertiert in den letzten Jahren. Das Pendel schwingt von der einen Seite zur anderen Seite.\u003C\u002Fp> \u003Cp>(Wie so oft: Erst sind Fette ganz &#8222;schlecht&#8220;. Jetzt sind es Kohlenhydrate und Fett würden &#8222;nicht Fett machen&#8220;.)\u003C\u002Fp> \u003Cp>Diese Extreme sind ein großes Problem: Aus &#8222;das Kaloriendefizit ist die entscheidende und wichtigste Komponente&#8220; wird &#8222;nur Kalorien zählen &#8211; alles andere ist unwichtig&#8220;.\u003C\u002Fp> \u003Ch3>Weiterführende Links:\u003C\u002Fh3> \u003Cul> \u003Cli>Video: \u003Ca href=\"https:\u002F\u002Fwww.facebook.com\u002Fvideo\u002Fembed?video_id=10153049484739992\">Alan Aragon erklärt, was IIFYM ist und was nicht (engl.)\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fli> \u003Cli>\u003Ca title=\"Wie zählt man Kalorien und Makros richtig?\" href=\"\u002Fernaehrung\u002Fkalorien-und-makros-zaehlen\">Wie Kalorien(kcal) und Makros richtig zählen?\u003C\u002Fa> – Wie du kcal und Makros richtig zählst und warum dabei häufig Fehler passieren.\u003C\u002Fli> \u003Cli>\u003Ca title=\"Kalorienverbrauch – Wie er sich wirklich zusammensetzt\" href=\"\u002Fkoerper\u002Fkalorienverbrauch\">Wie sich der Energieverbrauch des Körpers zusammensetzt\u003C\u002Fa> – Die einzelnen Komponenten des Energieverbrauchs erklärt: RMR, TEA, TEF, NEAT\u003C\u002Fli> \u003Cli>\u003Ca title=\"Kohlenhydrate, Protein\u002FEiweiß, Fett – alles zu den Makronährstoffen\" href=\"\u002Fernaehrung\u002Fkohlenhydrate-protein-eiweiss-fett-makronaehrstoffe\">Kohlenhydrate, Protein\u002FEiweiß, Fett – alles zu den Makronährstoffen\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fli>\n\u003C\u002Ful>\n","IIFYM steht für &#8222;If it fits your macros&#8220; 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Abnehmen wird immer schwerer. Was früher noch funktioniert hat, bringt jetzt nichts mehr. Fett wandert von Hüften und Oberschenkeln in die Körpermitte. Selbst wenn die Waage stabil bleibt, verschiebt sich langsam das Muskel:Fett-Verhältnis.\n\nDie naheliegende Diagnose ist oft: Stoffwechsel eingebrochen und \"kann man eh nichts dagegen machen\". Doch die Daten sagen etwas anderes. Also einfach noch weniger essen? Nein, das ist zu einfach. In Wirklichkeit hat sich deine Biologie geändert. Die Spielregeln sind nicht mehr dieselben wie vor 30 Jahren. Dein Körper reagiert ab jetzt sensibler, weniger fehlerverzeihend und benötigt ganz präzise die richtigen Inputs. Schauen wir uns an, was genau sich verändert und wie du darauf reagieren solltest.\n\nWarum Kaloriendefizit allein ab 50 nach hinten losgeht\n\nEine vielzitierte Studie der Universität Illinois hat 180 Frauen zwischen 50 und 70 Jahren über ein Jahr begleitet (Beavers et al., 2017). Alle Teilnehmerinnen waren in einem moderaten Kaloriendefizit (500 kcal täglich) und wurden in drei Gruppen aufgeteilt: nur Diät, Diät plus Ausdauertraining, Diät plus Krafttraining.\n\nDas Ergebnis, aufgeschlüsselt per DXA-Körperzusammensetzungsmessung:\n\nNur Diät: 6,6 kg Gewichtsverlust im Schnitt — klingt gut. Aber davon waren rund 2,2 kg Muskelmasse (ein Drittel) und nur 4,4 kg Fettgewebe. Ein Drittel des „Erfolgs\" war in Wirklichkeit der Abbau von genau dem Gewebe, das den Grundumsatz erhält. Entsprechend sank dieser messbar. Das heißt: Diese Frauen bräuchten nach der Diät noch weniger Kalorien als vorher, um ihr neues, niedrigeres Gewicht zu halten.\n\nDiät + Ausdauer: Der Gesamtgewichtsverlust war nur marginal größer als bei Nur-Diät. Entscheidend: Der Muskelverlust bewegte sich auf demselben Niveau wie in der Nur-Diät-Gruppe — etwa 2 kg. Laufen, Radfahren oder Schwimmen verbrennen Kalorien, aber sie liefern keinen ausreichenden Stimulus für Muskelerhalt. Der Reiz, den Muskeln brauchen, um nicht abgebaut zu…",[74,75,76,77,78,79,80],"Ab der Lebensmitte zeigt sich ein Muster, das viele so erleben: Das Gewicht steigt und steigt. Abnehmen wird immer schwerer. Was früher noch funktioniert hat, bringt jetzt nichts mehr. Fett wandert von Hüften und Oberschenkeln in die Körpermitte. Selbst wenn die Waage stabil bleibt, verschiebt sich langsam das Muskel:Fett-Verhältnis.","Die naheliegende Diagnose ist oft: Stoffwechsel eingebrochen und \"kann man eh nichts dagegen machen\". Doch die Daten sagen etwas anderes. Also einfach noch weniger essen? Nein, das ist zu einfach. In Wirklichkeit hat sich deine Biologie geändert. Die Spielregeln sind nicht mehr dieselben wie vor 30 Jahren. Dein Körper reagiert ab jetzt sensibler, weniger fehlerverzeihend und benötigt ganz präzise die richtigen Inputs. Schauen wir uns an, was genau sich verändert und wie du darauf reagieren solltest.","Warum Kaloriendefizit allein ab 50 nach hinten losgeht","Eine vielzitierte Studie der Universität Illinois hat 180 Frauen zwischen 50 und 70 Jahren über ein Jahr begleitet (Beavers et al., 2017). Alle Teilnehmerinnen waren in einem moderaten Kaloriendefizit (500 kcal täglich) und wurden in drei Gruppen aufgeteilt: nur Diät, Diät plus Ausdauertraining, Diät plus Krafttraining.","Das Ergebnis, aufgeschlüsselt per DXA-Körperzusammensetzungsmessung:","Nur Diät: 6,6 kg Gewichtsverlust im Schnitt — klingt gut. Aber davon waren rund 2,2 kg Muskelmasse (ein Drittel) und nur 4,4 kg Fettgewebe. Ein Drittel des „Erfolgs\" war in Wirklichkeit der Abbau von genau dem Gewebe, das den Grundumsatz erhält. Entsprechend sank dieser messbar. Das heißt: Diese Frauen bräuchten nach der Diät noch weniger Kalorien als vorher, um ihr neues, niedrigeres Gewicht zu halten.","Diät + Ausdauer: Der Gesamtgewichtsverlust war nur marginal größer als bei Nur-Diät. Entscheidend: Der Muskelverlust bewegte sich auf demselben Niveau wie in der Nur-Diät-Gruppe — etwa 2 kg. Laufen, Radfahren oder Schwimmen verbrennen Kalorien, aber sie liefern keinen ausreichenden Stimulus für Muskelerhalt. Der Reiz, den Muskeln brauchen, um nicht abgebaut zu…",300,"members",4,{"issueNumber":23,"order":85,"slug":86,"type":87,"label":88,"title":89,"subtitle":28,"articleImage":90,"teaserText":92,"teaserParagraphs":93,"wordCount":81,"gating":82,"firstPage":101},3,"stimmt-das-koffein-dehydriert-herz","stimmt_das","Stimmt das?","Koffein: Dehydriert und schadet dem Herzen?",{"src":91,"alt":89},"\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002F03-stimmt-das-koffein-dehydriert-herz-hero.jpg","Zwei Vorwürfe in einem Satz: Die Tasse Kaffee entwässere dich und setze deinem Herzen zu. Klingt nach einem Doppelschlag, der Koffein endgültig ins Reich der Sünden verbannt. Nur — die Datenlage sagt etwas anderes.\n\nWarum die Behauptung sich so hartnäckig hält\n\nKoffein ist pharmakologisch aktiv, und wer einmal nach drei doppelten Espressi auf der Toilette stand, hält die diuretische Wirkung für ausgemacht. Hinzu kommt der spürbare Puls-Kick nach einer grossen Dosis — das fühlt sich nach Belastung an, und von dort ist es gedanklich nur ein kurzer Weg zu \"schadet dem Herzen\".\n\nAuch die Fachlogik klingt zunächst plausibel. Koffein blockiert den Adenosin-Rezeptor und regt das zentrale Nervensystem an. Gleichzeitig hat es eine ausgesprochen variable Halbwertszeit von 1,5 bis 9,5 Stunden (Antonio et al., 2024). Wer langsam metabolisiert, spürt die Wirkung stundenlang — und deutet jedes Herzklopfen als Warnsignal. Nachvollziehbar, aber eben nicht gleichbedeutend mit Schaden.\n\nDehydriert Koffein? Nein — nicht in moderaten Mengen\n\nDer narrative Review von Antonio et al. (2024) im Journal of the International Society of Sports Nutrition räumt mit dem Dehydrations-Mythos ziemlich klar auf (Antonio et al., 2024). Moderate Tagesdosen von etwa 250–300 mg (rund 3 mg\u002Fkg, drei Tassen Kaffee) erhöhen bei Gewohnheitstrinkern das Urinvolumen nicht. Eine akute diuretische Wirkung setzt erst ab 500 mg oder mehr ein, entsprechend ≥6 mg\u002Fkg — das ist also erst bei 6 Tassen und mehr der Fall.\n\nDie zentrale Arbeit dazu ist eine Meta-Analyse von Zhang et al. (2015) über 16 Studien bei regelmässig trainierenden Erwachsenen: Bei einer medianen Aufnahme von 300 mg Koffein fand sich kein Dehydrationseffekt (Zhang et al., 2015). Killer et al. gingen noch einen Schritt weiter — sie verglichen 3–6 Tassen Kaffee pro Tag direkt mit reinem Wasser und fanden eine praktisch identische Hydrationswirkung (Killer et al., 2014). Kaffee zählt also zur Flüssigkeitsbilanz, er zieht sie nicht…",[94,95,96,97,98,99,100],"Zwei Vorwürfe in einem Satz: Die Tasse Kaffee entwässere dich und setze deinem Herzen zu. Klingt nach einem Doppelschlag, der Koffein endgültig ins Reich der Sünden verbannt. Nur — die Datenlage sagt etwas anderes.","Warum die Behauptung sich so hartnäckig hält","Koffein ist pharmakologisch aktiv, und wer einmal nach drei doppelten Espressi auf der Toilette stand, hält die diuretische Wirkung für ausgemacht. Hinzu kommt der spürbare Puls-Kick nach einer grossen Dosis — das fühlt sich nach Belastung an, und von dort ist es gedanklich nur ein kurzer Weg zu \"schadet dem Herzen\".","Auch die Fachlogik klingt zunächst plausibel. Koffein blockiert den Adenosin-Rezeptor und regt das zentrale Nervensystem an. Gleichzeitig hat es eine ausgesprochen variable Halbwertszeit von 1,5 bis 9,5 Stunden (Antonio et al., 2024). Wer langsam metabolisiert, spürt die Wirkung stundenlang — und deutet jedes Herzklopfen als Warnsignal. Nachvollziehbar, aber eben nicht gleichbedeutend mit Schaden.","Dehydriert Koffein? Nein — nicht in moderaten Mengen","Der narrative Review von Antonio et al. (2024) im Journal of the International Society of Sports Nutrition räumt mit dem Dehydrations-Mythos ziemlich klar auf (Antonio et al., 2024). Moderate Tagesdosen von etwa 250–300 mg (rund 3 mg\u002Fkg, drei Tassen Kaffee) erhöhen bei Gewohnheitstrinkern das Urinvolumen nicht. Eine akute diuretische Wirkung setzt erst ab 500 mg oder mehr ein, entsprechend ≥6 mg\u002Fkg — das ist also erst bei 6 Tassen und mehr der Fall.","Die zentrale Arbeit dazu ist eine Meta-Analyse von Zhang et al. (2015) über 16 Studien bei regelmässig trainierenden Erwachsenen: Bei einer medianen Aufnahme von 300 mg Koffein fand sich kein Dehydrationseffekt (Zhang et al., 2015). Killer et al. gingen noch einen Schritt weiter — sie verglichen 3–6 Tassen Kaffee pro Tag direkt mit reinem Wasser und fanden eine praktisch identische Hydrationswirkung (Killer et al., 2014). Kaffee zählt also zur Flüssigkeitsbilanz, er zieht sie nicht…",15,{"issueNumber":23,"order":83,"slug":103,"type":104,"label":105,"title":106,"subtitle":28,"articleImage":107,"teaserText":109,"teaserParagraphs":110,"wordCount":128,"gating":82,"firstPage":129},"kollagen-fuer-die-sehnen","zweites_thema","Studie im Blick","Kollagen für die Sehnen: Was bringt es wirklich beim Krafttraining?",{"src":108,"alt":106},"\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002F04-kollagen-fuer-die-sehnen-hero.jpg","Kollagen ist eines der meistverkauften Supplements im Fitnessbereich. Die Versprechen reichen von besserer Haut über gesunde Gelenke bis zu stärkeren Sehnen. Aber was sagt die Forschung wirklich? Eine aktuelle Studie liefert interessante Ergebnisse — und macht gleichzeitig die Grenzen der bisherigen Evidenz deutlich.\n\nSehnen bestehen fast komplett aus Kollagen\n\nZum Verständnis: Sehnen sind zu 60–85 % aus Kollagen aufgebaut (Kjaer, 2004). Sie speichern und geben Energie bei Dehnungs-Verkürzungs-Zyklen ab und übertragen die Muskelkraft auf den Knochen. Krafttraining steigert die Kollagensynthese in menschlichen Sehnen (Miller et al., 2005) — nicht nur lokal, sondern systemisch, bis hin zur Haut (Nishikori et al., 2023).\n\nSkelettmuskulatur besteht dagegen nur zu etwa 5 % aus Kollagen (Gillies et al., 2011). Das ist ein entscheidender Punkt für die Interpretation der Ergebnisse.\n\n22 Athletinnen, 8 Wochen, Triple-Blind\n\nNulty und Erskine (Nulty et al., 2025) untersuchten 22 prämenopausale Feldhockey-Athletinnen (Durchschnittsalter 37 Jahre) über 8 Wochen. Alle absolvierten 3x\u002FWoche exzentrisches Krafttraining.\n\nKollagengruppe: 30 g hydrolysiertes Kollagen + 500 mg Vitamin C vor dem Training.\n\nPlacebo: Kalorisch abgestimmtes Maltodextrin + Vitamin C.\n\nDie Ergebnisse: Sehnen ja, Muskeln nein\n\nWas bei allen gleich war:\n\nMaximalkraft stieg um 14 % (892 auf 1.011 N) Muskeldicke des Vastus lateralis stieg um 5 % Sprungleistung veränderte sich nicht\n\nKein Unterschied zwischen den Gruppen bei Kraft und Muskelgröße. Das ist erwartbar — wenn Muskeln nur 5 % Kollagen enthalten, wäre es überraschend, wenn Kollagen-Supplementierung den Muskelaufbau beeinflusst.\n\nWas bei der Kollagengruppe besser war:\n\nQuerschnittsfläche der Patellasehne: +4,3 % vs. +1,8 % Placebo (p = .014) Maximale Kraftentwicklungsrate (pRFD): +28 % vs. +17 % Placebo (p = .039)\n\nDie Sehnen der Kollagengruppe wuchsen also stärker und die Kraftentwicklungsgeschwindigkeit nahm deutlicher zu.\n\nDer Elefant im Raum: Protein vs. Kollagen\n\nHier liegt das größte Problem der aktuellen Kollagenforschung — und diese Studie ist da keine Ausnahme.",[111,112,113,114,115,116,117,118,119,120,121,122,123,124,125,126,127],"Kollagen ist eines der meistverkauften Supplements im Fitnessbereich. Die Versprechen reichen von besserer Haut über gesunde Gelenke bis zu stärkeren Sehnen. Aber was sagt die Forschung wirklich? Eine aktuelle Studie liefert interessante Ergebnisse — und macht gleichzeitig die Grenzen der bisherigen Evidenz deutlich.","Sehnen bestehen fast komplett aus Kollagen","Zum Verständnis: Sehnen sind zu 60–85 % aus Kollagen aufgebaut (Kjaer, 2004). Sie speichern und geben Energie bei Dehnungs-Verkürzungs-Zyklen ab und übertragen die Muskelkraft auf den Knochen. Krafttraining steigert die Kollagensynthese in menschlichen Sehnen (Miller et al., 2005) — nicht nur lokal, sondern systemisch, bis hin zur Haut (Nishikori et al., 2023).","Skelettmuskulatur besteht dagegen nur zu etwa 5 % aus Kollagen (Gillies et al., 2011). Das ist ein entscheidender Punkt für die Interpretation der Ergebnisse.","22 Athletinnen, 8 Wochen, Triple-Blind","Nulty und Erskine (Nulty et al., 2025) untersuchten 22 prämenopausale Feldhockey-Athletinnen (Durchschnittsalter 37 Jahre) über 8 Wochen. Alle absolvierten 3x\u002FWoche exzentrisches Krafttraining.","Kollagengruppe: 30 g hydrolysiertes Kollagen + 500 mg Vitamin C vor dem Training.","Placebo: Kalorisch abgestimmtes Maltodextrin + Vitamin C.","Die Ergebnisse: Sehnen ja, Muskeln nein","Was bei allen gleich war:","Maximalkraft stieg um 14 % (892 auf 1.011 N) Muskeldicke des Vastus lateralis stieg um 5 % Sprungleistung veränderte sich nicht","Kein Unterschied zwischen den Gruppen bei Kraft und Muskelgröße. Das ist erwartbar — wenn Muskeln nur 5 % Kollagen enthalten, wäre es überraschend, wenn Kollagen-Supplementierung den Muskelaufbau beeinflusst.","Was bei der Kollagengruppe besser war:","Querschnittsfläche der Patellasehne: +4,3 % vs. +1,8 % Placebo (p = .014) Maximale Kraftentwicklungsrate (pRFD): +28 % vs. +17 % Placebo (p = .039)","Die Sehnen der Kollagengruppe wuchsen also stärker und die Kraftentwicklungsgeschwindigkeit nahm deutlicher zu.","Der Elefant im Raum: Protein vs. Kollagen","Hier liegt das größte Problem der aktuellen Kollagenforschung — und diese Studie ist da keine Ausnahme.",298,19,{"issueNumber":23,"order":131,"slug":132,"type":104,"label":105,"title":133,"subtitle":28,"articleImage":134,"teaserText":136,"teaserParagraphs":137,"wordCount":151,"gating":82,"firstPage":152},5,"whey-protein-vor-dem-laufen","Whey Protein vor dem Laufen – wie viel verträgt der Magen wirklich?",{"src":135,"alt":133},"\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002F05-whey-protein-vor-dem-laufen-hero.jpg","Viele Läufer meiden Protein vor dem Training. Die Logik: Protein liegt schwer im Magen, und beim Laufen rächen sich Verdauungsprobleme besonders schnell. Magen-Darm-Beschwerden betreffen 30–90 % aller Läufer (de et al., 2014) — das ist kein Randproblem.\n\nAber ist die Angst vor Pre-Run-Protein berechtigt? Eine aktuelle klinische Studie hat genau das getestet.\n\nDas Setup\n\nShaw und Kollegen (Shaw et al., 2026) ließen 13 Freizeitläufer (acht Frauen, fünf Männer) einen 10-km-Lauf auf dem Laufband absolvieren — bei 85 % ihres Wettkampftempos. Das ist submaximal, aber nah genug an der Realität, dass Verdauungsprobleme relevant werden.\n\n60 Minuten vor dem Lauf bekamen die Teilnehmer einen Shake. In einem Crossover-Design durchlief jeder Teilnehmer beide Bedingungen:\n\nNiedrig-Protein (LP): 0,15 g Whey\u002Fkg Körpergewicht + Kohlenhydrate Moderat-Protein (MP): 0,4 g Whey\u002Fkg Körpergewicht + dieselbe Kohlenhydratmenge\n\nDa die Kohlenhydrate identisch gehalten wurden, hatte der MP-Shake mehr Gesamtkalorien. Das ist ein bewusster Kompromiss: Man wollte den ergogenen Kohlenhydrat-Effekt konstant halten, kann aber nicht ausschließen, dass die zusätzliche Energie an sich einen Einfluss hat.\n\nGI-Symptome wurden per Fragebogen erfasst (vor Shake, 60 Minuten nach Shake, nach Lauf), Völlegefühl per visueller Analogskala, Blutzucker per Kapillarblutprobe.\n\nDie Ergebnisse\n\nVier zentrale Befunde:\n\n1. GI-Symptome nahmen beim Laufen zu — unabhängig vom Protein. In beiden Bedingungen stiegen die Symptome zwischen Nüchternzustand und Lauf. Aber der Proteingehalt hatte keinen Einfluss auf die Gesamtsymptomatik (p = 0,85).\n\n2. Der einzige Unterschied: Blähungen. Die MP-Bedingung führte zu stärkerem Blähgefühl während des Laufs (1,23 vs. 0,54 auf der Skala; p = 0,03). Alle anderen Symptome — Übelkeit, Krämpfe, Durchfall, Sodbrennen — unterschieden sich nicht.\n\n3. Kein Unterschied im Blutzucker. Beide Shakes führten 30 Minuten nach dem Trinken zu einem Blutzuckeranstieg, aber es gab keinen Unterschied zwischen den Dosen (p = 0,20). Die Hypothese, dass Protein die Blutzuckerregulation verbessern könnte (Gunnerud et al., 2013), bestätigt sich hier nicht.",[138,139,140,141,142,143,144,145,146,147,148,149,150],"Viele Läufer meiden Protein vor dem Training. Die Logik: Protein liegt schwer im Magen, und beim Laufen rächen sich Verdauungsprobleme besonders schnell. Magen-Darm-Beschwerden betreffen 30–90 % aller Läufer (de et al., 2014) — das ist kein Randproblem.","Aber ist die Angst vor Pre-Run-Protein berechtigt? Eine aktuelle klinische Studie hat genau das getestet.","Das Setup","Shaw und Kollegen (Shaw et al., 2026) ließen 13 Freizeitläufer (acht Frauen, fünf Männer) einen 10-km-Lauf auf dem Laufband absolvieren — bei 85 % ihres Wettkampftempos. 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Schlaf.\n\nWas Schlaf eigentlich macht\n\nNedeltcheva hat zehn übergewichtige Erwachsene zweimal in ein Kaloriendefizit gesetzt — einmal bei 8,5 Stunden, einmal bei 5,5 Stunden Schlaf, bei identischer Ernährung (Nedeltcheva et al., 2010). Nach zwei Wochen hatten beide Gruppen rund 3kg abgenommen. So weit alles gleich.\n\nUnterschiedlich war, woraus die 3kg bestanden. Bei gutem Schlaf gingen 1,4kg Fett und 1,5kg fettfreie Masse weg. Bei Kurzschlaf: 0,6kg Fett und 2,4kg fettfreie Masse. Der Körper opfert Muskel statt Fett, wenn Schlaf knapp wird.\n\nIdentisches Defizit, unterschiedlicher Schlaf\n\nZwei Gruppen, 14 Tage, gleiches Essen, gleiches Defizit:\n\n8,5h Schlaf: 1,4kg Fett verloren, 1,5kg fettfreie Masse 5,5h Schlaf: 0,6kg Fett, aber 2,4kg fettfreie Masse\n\nBei Kurzschlaf kommen rund 80% des Gewichtsverlusts aus der Muskulatur.\n\nHerz und Mortalität. Hier wird es interessant, weil die Studie mit dem klassischen Narrativ bricht, man müsse nur möglichst lange schlafen. Windred und Kollegen haben 88.975 UK-Biobank-Teilnehmer eine Woche lang mit Akzelerometer am Handgelenk gemessen und dann sieben Jahre nachverfolgt (Windred et al., 2024). Ergebnis: Nicht wie lang jemand schläft, sondern wie regelmässig, war der stärkere Prädiktor. Die unregelmässigsten 5% hatten ein um 53% erhöhtes Gesamtmortalitätsrisiko und ein um 88% erhöhtes Herz-Kreislauf-Risiko. Auch nach Adjustierung für Schlafdauer blieb der Effekt. Umgekehrt verlor die Dauer ihre Bedeutung, sobald man für Regelmässigkeit adjustierte.\n\nHeisst: Wer jede Nacht sechs Stunden schläft, aber immer zur gleichen Zeit, fährt besser als wer mal sieben und mal fünf bekommt.\n\nUnd dann der Kopf. Sabia hat 7.959 britische Staatsbedienstete über 25Jahre begleitet (Sabia et al., 2021). Wer mit 50 sechs Stunden oder weniger schlief, hatte ein um 22% erhöhtes Demenzrisiko; mit 60 waren es 37%; wer dauerhaft kurz schlief, landete…",[163,164,165,166,167,168,169,170,171,172,173],"Es gibt ein Werkzeug für Gewicht, Herz und Kopf, das nichts kostet, keine Nebenwirkungen hat und in fast jeder Studie besser abschneidet als das, was man dafür kaufen kann. Schlaf.","Was Schlaf eigentlich macht","Nedeltcheva hat zehn übergewichtige Erwachsene zweimal in ein Kaloriendefizit gesetzt — einmal bei 8,5 Stunden, einmal bei 5,5 Stunden Schlaf, bei identischer Ernährung (Nedeltcheva et al., 2010). Nach zwei Wochen hatten beide Gruppen rund 3kg abgenommen. So weit alles gleich.","Unterschiedlich war, woraus die 3kg bestanden. Bei gutem Schlaf gingen 1,4kg Fett und 1,5kg fettfreie Masse weg. Bei Kurzschlaf: 0,6kg Fett und 2,4kg fettfreie Masse. Der Körper opfert Muskel statt Fett, wenn Schlaf knapp wird.","Identisches Defizit, unterschiedlicher Schlaf","Zwei Gruppen, 14 Tage, gleiches Essen, gleiches Defizit:","8,5h Schlaf: 1,4kg Fett verloren, 1,5kg fettfreie Masse 5,5h Schlaf: 0,6kg Fett, aber 2,4kg fettfreie Masse","Bei Kurzschlaf kommen rund 80% des Gewichtsverlusts aus der Muskulatur.","Herz und Mortalität. Hier wird es interessant, weil die Studie mit dem klassischen Narrativ bricht, man müsse nur möglichst lange schlafen. Windred und Kollegen haben 88.975 UK-Biobank-Teilnehmer eine Woche lang mit Akzelerometer am Handgelenk gemessen und dann sieben Jahre nachverfolgt (Windred et al., 2024). Ergebnis: Nicht wie lang jemand schläft, sondern wie regelmässig, war der stärkere Prädiktor. Die unregelmässigsten 5% hatten ein um 53% erhöhtes Gesamtmortalitätsrisiko und ein um 88% erhöhtes Herz-Kreislauf-Risiko. Auch nach Adjustierung für Schlafdauer blieb der Effekt. 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