[{"data":1,"prerenderedAt":205},["ShallowReactive",2],{"article-koerper-insulinsensitivitaet":3,"magazin-current-issue":20,"related-koerper-insulinsensitivitaet":172,"comments-insulinsensitivitaet":203},{"id":4,"slug":5,"title":6,"content":7,"excerpt":8,"date":9,"modified":10,"categories":11,"tags":13,"featured_media":15,"featured_image_url":16,"featured_image_alt":17,"primary_category_slug":18,"seo_description":16,"sources":19},1637,"insulinsensitivitaet","Insulinsensitivität &#8211; Was ist das? Welche Bedeutung und Auswirkungen hat sie für dich?","\u003Cp>Im Zusammenhang mit Training und Ernährung hört man häufig das Wort Insulinsensitivität. In diesem Artikel soll darauf eingegangen werden, \u003Cspan style=\"font-style: italic\">was die Insulinsensitivität überhaupt ist\u003C\u002Fspan>, \u003Cem>wovon\u003C\u002Fem>\u003Cspan style=\"font-style: italic\"> sie abhängig ist\u003C\u002Fspan> und wie man \u003Cspan style=\"font-style: italic\">im Selbstexperiment einschätzen\u003C\u002Fspan> kann, ob man eine hohe oder eine niedrige Insulinsensitivität hat.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch2>Was ist die Insulinsensivität?\u003C\u002Fh2> \u003Cp>Die Insulinsensivität oder auch Insulinsensibilität beschreibt, \u003Cspan style=\"font-weight: bold\">wie sensibel bestimmte Organe des Körpers auf das Hormon Insulin reagieren &#8211; \u003C\u002Fspan>insbesondere Leber, Muskel- und Fettgewebe sind von Interesse. Jemand mit hoher Insulinsensibilität benötigt weniger Insulin für eine bestimmte Reaktion als eine Person mit einer niedrigen Insulinsensibilität.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Man kann es sich schlicht als Empfindlichkeit vorstellen. Reagiert ein bestimmtes Gewebe empfindlich\u002Fsensibel auf ein Hormon, reicht eine kleine Dosis aus, um eine Wirkung auszulösen.\u003C\u002Fp> \u003Cstrong>Das Gegenteil einer hohen Insulinsensitivität ist die Insulinresistenz.\u003C\u002Fstrong> Dabei ist ein bestimmtes Gewebe unempfindlich\u002Fresistent gegenüber einem bestimmten Hormon. Es wird eine höhere Hormondosis benötigt, um eine Reaktion auszulösen. \u003Ch2>Wovon hängt die Insulinsensitivität ab?\u003C\u002Fh2> \u003Cp>Es gibt zwei Faktoren, die die Insulinsensitivität bestimmen.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Zum einen gibt es eine \u003Cspan style=\"font-weight: bold\">genetische Komponente\u003C\u002Fspan>, die erklärt, warum eine Insulinresistenz in prädispositionierten Familien gehäuft auftritt. In Untersuchungen wurde gezeigt, dass die Insulinsensitivität von Mensch zu Mensch (mit dem gleichen KFA) stark variiert.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Beeinflussbar ist die Insulinsensitivität stark durch den \u003Cspan style=\"font-weight: bold\">Lebensstil (Ernährung, Stress und Aktivitätslevel)\u003C\u002Fspan> und\u003Cstrong> insbesondere durch den \u003Ca href=\"\u002Fkoerper\u002Fkfa-koerperfettanteil\">Körperfettanteil\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fstrong>. In Untersuchungen wird regelmäßig gezeigt, dass bei Fettabnahme die Insulinsensitivität erhöht und bei Fettzunahme die Insulinsensitivität gesenkt wird. Die Ursache hierfür liegt im Fettanteil deines Körpers. Je mehr du mit dir herumträgst, desto höher sind deine Blutspiegel an freien Fettsäuren. Diese wiederum verschlechtern die Wirksamkeit von Insulin.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Weiterhin korreliert ein Absinken der Insulinsensitivität mit zunehmenden Alter.\u003Csup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop\" data-mfn=\"1\" data-mfn-post-scope=\"00000000000006170000000000000000_1637\">1\u003C\u002Fsup>\u003Cspan id=\"mfn-content-00000000000006170000000000000000_1637-1\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"1\">Insulin resistance with aging: effects of diet and exercise. Sports Med. 2000 Nov;30(5):327-46\u003C\u002Fspan> Mit Maßnahmen hinsichtlich des Trainings und der Ernährung kann dem entgegengewirkt werden.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch3>Insulinsensitivität und Muskelaufbau\u003C\u002Fh3> \u003Cp>Insulin ist bekannt für seine aufbauenden\u002Feinlagernden Eigenschaften in verschiedenen Geweben wie zum Beispiel Muskulatur, Leber, Fettgewebe. Vereinfacht ausgedrückt bestimmt es, wo die ankommenden Kalorien hingehen. Wünschenswert wäre aus der Sicht eines Bodybuilders eine hohe Insulinsensitivität der Muskulatur und eine niedrige im Fettgewebe; sodass der Großteil der zugeführten Energie für den Muskelaufbau verwendet und kaum etwas in neues Fettgewebe eingelagert wird.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Es ist wahrscheinlich, dass die genetische Elite genau diese Voraussetzungen mit sich bringt und damit von Natur aus mit überdurchschnittlicher Muskelmasse bei geringem Körperfettanteil gesegnet ist.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch3>Einfluss von Training auf die Insulinsensitivität\u003C\u002Fh3> \u003Cstrong>Durch Kontraktion der Muskulatur kann die Insulinsensitivität erhöht werden.\u003C\u002Fstrong> Dies erklärt die enorme Bedeutung sportlicher Betätigung für die Gesundheit. \u003Cp>Deshalb profitieren Personen mit niedriger Insulinsensitivität davon, kohlenhydratreiche Mahlzeiten vorzugsweise nach dem Training zuzuführen, da die aufgenommenen Nährstoffe bevorzugt von der Muskulatur aufgenommen werden und weniger wahrscheinlich neues Fettgewebe gebildet wird.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Weiterhin führt die \u003Cspan style=\"font-weight: bold\">Entleerung von Glykogenspeichern\u003C\u002Fspan> (Kohlenhydratspeicher im Muskel und in der Leber) zu einer Erhöhung der Insulinsensitivität.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch3>Einfluss der Ernährung auf die Insulinsensitivität\u003C\u002Fh3> \u003Cp>Auch was man isst, hat einen Einfluss auf die Insulinsensitivität.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Eine \u003Cspan style=\"font-style: italic\">fettreiche Ernährung mit wenig Ballaststoffen\u003C\u002Fspan> \u003Cspan style=\"font-weight: bold\">verschlechtert die Insulinsensitivität\u003C\u002Fspan>. \u003Cspan style=\"font-style: italic\">Im Gegensatz dazu \u003C\u002Fspan>\u003Cspan style=\"font-weight: bold\">verbessert\u003C\u002Fspan>\u003Cspan style=\"font-style: italic\"> eine kohlenhydratreiche, ballaststoffreiche Ernährung mit mehrfach ungesättigten Fetten und Fischöl \u003C\u002Fspan>\u003Cspan style=\"font-weight: bold\">die Insulinsensitivität\u003C\u002Fspan>.\u003Csup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop\" data-mfn=\"2\" data-mfn-post-scope=\"00000000000006170000000000000000_1637\">2\u003C\u002Fsup>\u003Cspan id=\"mfn-content-00000000000006170000000000000000_1637-2\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"2\">Fukagawa NK, Anderson JW, Hageman G, Young VR, Minaker KL. High-carbohydrate, high-fiber diets increase peripheral insulin sensitivity in healthy young and old adults. Am J Clin Nutr.1990;52:524-528.\u003C\u002Fspan>\u003Csup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop\" data-mfn=\"3\" data-mfn-post-scope=\"00000000000006170000000000000000_1637\">3\u003C\u002Fsup>\u003Cspan id=\"mfn-content-00000000000006170000000000000000_1637-3\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"3\">BrunzellJD, Lerner RL, Hazzard WR, Porte D Jr, Bierman EL. Improved glucose tolerance with high carbohydrate feeding in mild diabetes. N Engl J Med. 1971 Mar 11;284(10):521-4. PubMed PMID: 5100724.\u003C\u002Fspan>\u003Csup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop\" data-mfn=\"4\" data-mfn-post-scope=\"00000000000006170000000000000000_1637\">4\u003C\u002Fsup>\u003Cspan id=\"mfn-content-00000000000006170000000000000000_1637-4\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"4\">Anderson JW, Ward K. Long-term effects of high-carbohydrate, high-fiber diets on glucose and lipid metabolism: a preliminary report on patients with diabetes. Diabetes Care. 1978 Mar-Apr;1(2):77-82. PubMed PMID: 729433.\u003C\u002Fspan>\u003C\u002Fp> \u003Cstrong>Es gibt auch Situationen, in denen eine geringe Insulinsensitivität erwünscht ist.\u003C\u002Fstrong> \u003Cp>Während einer Diät beispielsweise stellt eine Insulinresistenz der Muskulatur sicher, dass genügend Glukose für das Gehirn und andere Organe zur Verfügung steht. Weiterhin werden für die Energiegewinnung mehr Fettsäuren verbrannt.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch2>Was bedeutet deine Insulinsensitivität für die Wahl deiner Diät?\u003C\u002Fh2> \u003Cp>Diejenigen, die mit Übergewicht zu kämpfen haben, kommen tendenziell eher aus dem Lager mit geringerer Insulinsensitivität, wobei auch insulinsensitive Menschen übergewichtig sein können.\u003C\u002Fp> \u003Cspan style=\"font-style: italic\">Es gibt Personen, die besser auf kohlenhydratreiche und fettarme (LowFat) Diäten ansprechen, sowie Personen, die sich mit kohlenhydratreduzierten und fettreichen \u003Ca title=\"\" href=\"\u002Fabnehmen\u002Flow-carb-diaet\" target=\"\">(Low Carb) Diäten\u003C\u002Fa> leichter tun\u003C\u002Fspan>. Diejenigen, die sich mit LowCarb Diäten sehr wohl fühlen, haben oft massive Probleme mit LowFat Diäten und umgekehrt. \u003Cblockquote>Insulin-sensitive women on the HC\u002FLF diet lost 13.5 +\u002F- 1.2% (p &lt; 0.001) of their initial BW, whereas those on the LC\u002FHF diet lost 6.8 +\u002F- 1.2% (p &lt; 0.001; p &lt; 0.002 between the groups). In contrast, among the insulin-resistant women, those on the LC\u002FHF diet lost 13.4 +\u002F- 1.3% (p &lt; 0.001) of their initial BW as compared with 8.5 +\u002F- 1.4% (p &lt; 0.001) lost by those on the HC\u002FLF diet (p &lt; 0.04 between two groups).\u003Csup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop\" data-mfn=\"5\" data-mfn-post-scope=\"00000000000006170000000000000000_1637\">5\u003C\u002Fsup>\u003Cspan id=\"mfn-content-00000000000006170000000000000000_1637-5\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"5\">Cornier MA et. al. Insulin sensitivity determines the effectiveness of dietary macronutrient composition on weight loss in obese women. Obes Res. 2005 Apr;13(4):703-9. \u003Ca href=\"http:\u002F\u002Fwww.ncbi.nlm.nih.gov\u002Fpubmed\u002F15897479\">Link\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fspan>\u003C\u002Fblockquote> \u003Cp>Ein Erklärungsmodell dafür ist die Insulinsensitivität \u003Csup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop\" data-mfn=\"6\" data-mfn-post-scope=\"00000000000006170000000000000000_1637\">6\u003C\u002Fsup>\u003Cspan id=\"mfn-content-00000000000006170000000000000000_1637-6\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"6\">Cornier MA et. al. Insulin sensitivity determines the effectiveness of dietary macronutrient composition on weight loss in obese women. Obes Res. 2005 Apr;13(4):703-9. \u003Ca href=\"http:\u002F\u002Fwww.ncbi.nlm.nih.gov\u002Fpubmed\u002F15897479\">Link\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fspan>. Eine stark übergewichtige Person, mit einer niedrigen Insulinsensitivität bekommt bei großen Mengen an Kohlenhydraten (üblich bei LowFat Diäten) oft Probleme mit dem Hungergefühl. Damit wird es extrem schwierig, ein kcal-Defizit zu halten und die Diät langfristig erfolgreich durchzuführen. Nicht selten fühlen sich diese Personen sehr wohl mit LowCarb Diäten.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Andersherum sieht es für Elite Bodybuilder aus. In der Regel genetisch begünstigt durch eine \u003Cstrong>hohe Insulinsensitivität, funktioniert eine LowFat\u002FHigh Carb Diät oft hervorragend,\u003C\u002Fstrong> wenn Sie denn in die Lage kommen, Fett abnehmen zu müssen.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch2>Bedeutung der Insulinsensitivität für die Gesundheit\u003C\u002Fh2> \u003Cp>Nicht nur für eine Diät ist es entscheidend über die eigene Insulinsensitivität Bescheid zu wissen. Eines der größten Gesundheitsprobleme der Wohlstandsgesellschaft ist die \u003Cspan style=\"font-weight: bold\">Insulinresistenz\u003C\u002Fspan>, auch bekannt als Leitsymptom des metabolisches Syndroms. Sie kann als das \u003Cspan style=\"font-style: italic\">Gegenteil einer hohen Insulinsensitivität gesehen werden\u003C\u002Fspan>.\u003C\u002Fp> \u003Cspan style=\"font-weight: bold\">Chronisch erhöhte Insulinspiegel\u003C\u002Fspan> sind ein Merkmal dieser Krankheit und die \u003Cspan style=\"font-weight: bold\">ständig erhöhten Blutzuckerwerte\u003C\u002Fspan> führen zur Schädigung verschiedenster Strukturen. Durch die schlechte Insulinsensitivität muss der Körper den Insulinspiegel ständig hochhalten und wesentlich höher ansteigen lassen als im gesunden Organismus, was die Insulinresistenz weiter verstärkt. Es muss betont werden, dass die\u003Cspan style=\"font-style: italic\"> Insulinresistenz eine sinnvolle Anpassung \u003C\u002Fspan>ist, um sich vor weiteren Schäden zu schützen. Wird allerdings über Jahre nichts dagegen unternommen, entwickeln sich schleichend Probleme. \u003Cp>Da eine \u003Cspan style=\"font-weight: bold\">Insulinresistenz mit einer Vielzahl von Volkskrankheiten in Verbingung\u003C\u002Fspan> gebracht wird (zB: Schlaganfall, Herzinfarkt, Diabetes, Bluthochdruck, Arthereosklerose, PCOS, Depressionen &#8230;) lohnt es sich von Seiten der Ernährung und des Trainings frühzeitig entgegenzuwirken. Eine \u003Cspan style=\"font-weight: bold\">Gewichtsnormalisation (Männer &lt;15% KFA, Frauen &lt; 25% KFA) und regelmäßiges Kraft- und Ausdauertraining\u003C\u002Fspan> bilden die Grundlage einer Verbesserung der Insulinsensitivität. Wobei das Krafttraining dem Ausdauertraining überlegen zu sein scheint.\u003C\u002Fp>\n\u003Ch2>Wie Insulinsensitivität bestimmen?\u003C\u002Fh2> \u003Cp>Es gibt eine Reihe von klinischen Methoden, mit Hilfe derer man in Studien die Insulinsensitivität exakt bestimmten kann. Dem Athleten zu Hause stehen diese Methoden meist nicht zur Verfügung.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Es gibt allerdings Möglichkeiten, die Zeichen einer hohen oder niedrigen Insulinsensitivität erkennen und somit auf die eigene Insulinsensitivität schließen zu können.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Dabei richtet man ein Hauptaugenmerk auf die \u003Cstrong>Reaktion des Körpers bei einer kohlenhydratreichen Ernährung.\u003C\u002Fstrong>\u003C\u002Fp>\n\u003Ch2>Zwei einfache Fragen helfen weiter:\u003C\u002Fh2> \u003Cp style=\"font-weight: bold;padding-left: 30px\">1.) Wie fühlst Du dich kurz nach einer kohlenhydratreichen Mahlzeit*?\u003C\u002Fp> \u003Cp style=\"padding-left: 60px\">a) energiegeladen\u002F fokusiert und aktiv? \u003Cp>b) eher müde und aufgebläht?\u003C\u002Fp>\u003C\u002Fp>\n\u003Cp style=\"font-weight: bold;padding-left: 30px\">2.) Wie fühlst Du dich einige Zeit nach einer kohlenhydratreichen Mahlzeit*?\u003C\u002Fp> \u003Cp style=\"padding-left: 60px\">a) über mehrere Stunden auf einem stabilen Energieniveau? \u003Cp>b) oder fällst du innerhalb kurzer Zeit in ein Energieloch, wirst schläfrig und bekommst Hunger?\u003C\u002Fp>\u003C\u002Fp> \u003Ch6>*Beispielsweise: Ein Teller Nudeln, Kartoffeln oder Reis\u003C\u002Fh6> \u003Cp>Die Antworten a) deuten auf eine hohe Insulinsensivität, die Antworten b) auf eine niedrige Insulinsensitivität.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Falls die Antworten b) auf dich zutreffen und zusätzlich \u003Cspan style=\"font-style: italic\">ein oder mehrere\u003C\u002Fspan> der folgenden Gesundheitsprobleme auf zutreffen, kannst du von einer schlechten Insulinsensivität ausgehen:\u003C\u002Fp>\n\u003Col> \u003Cli>Übergewicht, vor allem Bauchfett\u003C\u002Fli> \u003Cli>Bluthochdruck (≥ 140\u002F90 mmHg)\u003C\u002Fli> \u003Cli>erhöter Nüchternblutzucker (&gt; 110 mg\u002FdL)\u003C\u002Fli> \u003Cli>schlechte Blutfettwerte (Triglyceride &gt; 150 mg\u002Fdl)\u003C\u002Fli> \u003C\u002Fol> \u003Cp>Dies sind die Risikofaktoren eines \u003Ca title=\"Metabolisches Syndrom\" href=\"http:\u002F\u002Fde.wikipedia.org\u002Fwiki\u002FMetabolisches_Syndrom\">metabolischen Syndroms\u003C\u002Fa>, mit Insulinresistenz als Leitsymptom.\u003C\u002Fp>\n\u003Cp id=\"article-title-1\">\u003Cspan style=\"font-size: xx-small\">Bildquelle: By User Meiquer (English wikipedia) [GFDL (www.gnu.org\u002Fcopyleft\u002Ffdl.html)], via Wikimedia Commons\u003C\u002Fspan>\u003C\u002Fp>","Im Zusammenhang mit Training und Ernährung hört man häufig das Wort Insulinsensitivität. In diesem Artikel soll darauf eingegangen werden, was die [&hellip;]","2011-03-17T10:00:58","2025-12-09T16:11:06",[12],301,[14],309,0,null,"","koerper","a:1:{i:0;a:7:{s:7:\\\"authors\\\";s:0:\\\"\\\";s:5:\\\"title\\\";s:0:\\\"\\\";s:11:\\\"institution\\\";s:0:\\\"\\\";s:7:\\\"journal\\\";s:0:\\\"\\\";s:5:\\\"issue\\\";s:0:\\\"\\\";s:4:\\\"pmid\\\";s:7:\\\"5100724\\\";s:3:\\\"url\\\";s:42:\\\"http:\u002F\u002Fwww.ncbi.nlm.nih.gov\u002Fpubmed\u002F5100724\\\";}}",{"issueNumber":21,"ym":22,"issueDate":23,"coverTitle":24,"coverSub":25,"coverDesc":17,"coverImage":26,"previewCoverImage":27,"manifestUrl":28,"previewPdf":29,"previewPages":30,"pageCount":59,"sections":60},1,"2026-04","April 2026","Training, Ernährung und Gesundheit für die zweite Lebenshälfte"," Abnehmen ab 50, Kollagen, Koffein, Schlaf","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fcover.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fcover-leseprobe.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fmanifest.json","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fsf-magazin-2026-04-leseprobe.pdf",[31,32,33,34,35,36,37,38,39,40,41,42,43,44,45,46,47,48,49,50,51,52,53,54,55,56,57,58],"\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-01.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-02.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-03.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-04.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-05.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-06.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-07.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-08.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-09.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-10.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-11.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-12.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-13.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-14.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-15.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-16.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-17.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-18.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-19.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-20.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-21.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-22.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-23.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-24.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-25.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-26.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-27.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-28.jpg",28,[61,81,99,127,150],{"issueNumber":21,"order":62,"slug":63,"type":64,"label":65,"title":66,"subtitle":17,"articleImage":67,"teaserText":69,"teaserParagraphs":70,"wordCount":78,"gating":79,"firstPage":80},2,"abnehmen-ab-50-was-sich-veraendert-hat","eingeordnet","Deep Dive","Abnehmen ab 50: Was sich verändert hat — und was jetzt funktioniert",{"src":68,"alt":66},"\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002F02-abnehmen-ab-50-was-sich-veraendert-hat-hero.jpg","Ab der Lebensmitte zeigt sich ein Muster, das viele so erleben: Das Gewicht steigt und steigt. Abnehmen wird immer schwerer. Was früher noch funktioniert hat, bringt jetzt nichts mehr. Fett wandert von Hüften und Oberschenkeln in die Körpermitte. Selbst wenn die Waage stabil bleibt, verschiebt sich langsam das Muskel:Fett-Verhältnis.\n\nDie naheliegende Diagnose ist oft: Stoffwechsel eingebrochen und \"kann man eh nichts dagegen machen\". Doch die Daten sagen etwas anderes. Also einfach noch weniger essen? Nein, das ist zu einfach. In Wirklichkeit hat sich deine Biologie geändert. Die Spielregeln sind nicht mehr dieselben wie vor 30 Jahren. Dein Körper reagiert ab jetzt sensibler, weniger fehlerverzeihend und benötigt ganz präzise die richtigen Inputs. Schauen wir uns an, was genau sich verändert und wie du darauf reagieren solltest.\n\nWarum Kaloriendefizit allein ab 50 nach hinten losgeht\n\nEine vielzitierte Studie der Universität Illinois hat 180 Frauen zwischen 50 und 70 Jahren über ein Jahr begleitet (Beavers et al., 2017). Alle Teilnehmerinnen waren in einem moderaten Kaloriendefizit (500 kcal täglich) und wurden in drei Gruppen aufgeteilt: nur Diät, Diät plus Ausdauertraining, Diät plus Krafttraining.\n\nDas Ergebnis, aufgeschlüsselt per DXA-Körperzusammensetzungsmessung:\n\nNur Diät: 6,6 kg Gewichtsverlust im Schnitt — klingt gut. Aber davon waren rund 2,2 kg Muskelmasse (ein Drittel) und nur 4,4 kg Fettgewebe. Ein Drittel des „Erfolgs\" war in Wirklichkeit der Abbau von genau dem Gewebe, das den Grundumsatz erhält. Entsprechend sank dieser messbar. Das heißt: Diese Frauen bräuchten nach der Diät noch weniger Kalorien als vorher, um ihr neues, niedrigeres Gewicht zu halten.\n\nDiät + Ausdauer: Der Gesamtgewichtsverlust war nur marginal größer als bei Nur-Diät. Entscheidend: Der Muskelverlust bewegte sich auf demselben Niveau wie in der Nur-Diät-Gruppe — etwa 2 kg. Laufen, Radfahren oder Schwimmen verbrennen Kalorien, aber sie liefern keinen ausreichenden Stimulus für Muskelerhalt. Der Reiz, den Muskeln brauchen, um nicht abgebaut zu…",[71,72,73,74,75,76,77],"Ab der Lebensmitte zeigt sich ein Muster, das viele so erleben: Das Gewicht steigt und steigt. Abnehmen wird immer schwerer. Was früher noch funktioniert hat, bringt jetzt nichts mehr. Fett wandert von Hüften und Oberschenkeln in die Körpermitte. Selbst wenn die Waage stabil bleibt, verschiebt sich langsam das Muskel:Fett-Verhältnis.","Die naheliegende Diagnose ist oft: Stoffwechsel eingebrochen und \"kann man eh nichts dagegen machen\". Doch die Daten sagen etwas anderes. Also einfach noch weniger essen? Nein, das ist zu einfach. In Wirklichkeit hat sich deine Biologie geändert. Die Spielregeln sind nicht mehr dieselben wie vor 30 Jahren. Dein Körper reagiert ab jetzt sensibler, weniger fehlerverzeihend und benötigt ganz präzise die richtigen Inputs. Schauen wir uns an, was genau sich verändert und wie du darauf reagieren solltest.","Warum Kaloriendefizit allein ab 50 nach hinten losgeht","Eine vielzitierte Studie der Universität Illinois hat 180 Frauen zwischen 50 und 70 Jahren über ein Jahr begleitet (Beavers et al., 2017). Alle Teilnehmerinnen waren in einem moderaten Kaloriendefizit (500 kcal täglich) und wurden in drei Gruppen aufgeteilt: nur Diät, Diät plus Ausdauertraining, Diät plus Krafttraining.","Das Ergebnis, aufgeschlüsselt per DXA-Körperzusammensetzungsmessung:","Nur Diät: 6,6 kg Gewichtsverlust im Schnitt — klingt gut. Aber davon waren rund 2,2 kg Muskelmasse (ein Drittel) und nur 4,4 kg Fettgewebe. Ein Drittel des „Erfolgs\" war in Wirklichkeit der Abbau von genau dem Gewebe, das den Grundumsatz erhält. Entsprechend sank dieser messbar. 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Hinzu kommt der spürbare Puls-Kick nach einer grossen Dosis — das fühlt sich nach Belastung an, und von dort ist es gedanklich nur ein kurzer Weg zu \"schadet dem Herzen\".\n\nAuch die Fachlogik klingt zunächst plausibel. Koffein blockiert den Adenosin-Rezeptor und regt das zentrale Nervensystem an. Gleichzeitig hat es eine ausgesprochen variable Halbwertszeit von 1,5 bis 9,5 Stunden (Antonio et al., 2024). Wer langsam metabolisiert, spürt die Wirkung stundenlang — und deutet jedes Herzklopfen als Warnsignal. Nachvollziehbar, aber eben nicht gleichbedeutend mit Schaden.\n\nDehydriert Koffein? Nein — nicht in moderaten Mengen\n\nDer narrative Review von Antonio et al. (2024) im Journal of the International Society of Sports Nutrition räumt mit dem Dehydrations-Mythos ziemlich klar auf (Antonio et al., 2024). Moderate Tagesdosen von etwa 250–300 mg (rund 3 mg\u002Fkg, drei Tassen Kaffee) erhöhen bei Gewohnheitstrinkern das Urinvolumen nicht. Eine akute diuretische Wirkung setzt erst ab 500 mg oder mehr ein, entsprechend ≥6 mg\u002Fkg — das ist also erst bei 6 Tassen und mehr der Fall.\n\nDie zentrale Arbeit dazu ist eine Meta-Analyse von Zhang et al. (2015) über 16 Studien bei regelmässig trainierenden Erwachsenen: Bei einer medianen Aufnahme von 300 mg Koffein fand sich kein Dehydrationseffekt (Zhang et al., 2015). Killer et al. gingen noch einen Schritt weiter — sie verglichen 3–6 Tassen Kaffee pro Tag direkt mit reinem Wasser und fanden eine praktisch identische Hydrationswirkung (Killer et al., 2014). Kaffee zählt also zur Flüssigkeitsbilanz, er zieht sie nicht…",[91,92,93,94,95,96,97],"Zwei Vorwürfe in einem Satz: Die Tasse Kaffee entwässere dich und setze deinem Herzen zu. Klingt nach einem Doppelschlag, der Koffein endgültig ins Reich der Sünden verbannt. 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(2024) im Journal of the International Society of Sports Nutrition räumt mit dem Dehydrations-Mythos ziemlich klar auf (Antonio et al., 2024). Moderate Tagesdosen von etwa 250–300 mg (rund 3 mg\u002Fkg, drei Tassen Kaffee) erhöhen bei Gewohnheitstrinkern das Urinvolumen nicht. Eine akute diuretische Wirkung setzt erst ab 500 mg oder mehr ein, entsprechend ≥6 mg\u002Fkg — das ist also erst bei 6 Tassen und mehr der Fall.","Die zentrale Arbeit dazu ist eine Meta-Analyse von Zhang et al. (2015) über 16 Studien bei regelmässig trainierenden Erwachsenen: Bei einer medianen Aufnahme von 300 mg Koffein fand sich kein Dehydrationseffekt (Zhang et al., 2015). Killer et al. gingen noch einen Schritt weiter — sie verglichen 3–6 Tassen Kaffee pro Tag direkt mit reinem Wasser und fanden eine praktisch identische Hydrationswirkung (Killer et al., 2014). 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Sie speichern und geben Energie bei Dehnungs-Verkürzungs-Zyklen ab und übertragen die Muskelkraft auf den Knochen. Krafttraining steigert die Kollagensynthese in menschlichen Sehnen (Miller et al., 2005) — nicht nur lokal, sondern systemisch, bis hin zur Haut (Nishikori et al., 2023).\n\nSkelettmuskulatur besteht dagegen nur zu etwa 5 % aus Kollagen (Gillies et al., 2011). Das ist ein entscheidender Punkt für die Interpretation der Ergebnisse.\n\n22 Athletinnen, 8 Wochen, Triple-Blind\n\nNulty und Erskine (Nulty et al., 2025) untersuchten 22 prämenopausale Feldhockey-Athletinnen (Durchschnittsalter 37 Jahre) über 8 Wochen. Alle absolvierten 3x\u002FWoche exzentrisches Krafttraining.\n\nKollagengruppe: 30 g hydrolysiertes Kollagen + 500 mg Vitamin C vor dem Training.\n\nPlacebo: Kalorisch abgestimmtes Maltodextrin + Vitamin C.\n\nDie Ergebnisse: Sehnen ja, Muskeln nein\n\nWas bei allen gleich war:\n\nMaximalkraft stieg um 14 % (892 auf 1.011 N) Muskeldicke des Vastus lateralis stieg um 5 % Sprungleistung veränderte sich nicht\n\nKein Unterschied zwischen den Gruppen bei Kraft und Muskelgröße. Das ist erwartbar — wenn Muskeln nur 5 % Kollagen enthalten, wäre es überraschend, wenn Kollagen-Supplementierung den Muskelaufbau beeinflusst.\n\nWas bei der Kollagengruppe besser war:\n\nQuerschnittsfläche der Patellasehne: +4,3 % vs. +1,8 % Placebo (p = .014) Maximale Kraftentwicklungsrate (pRFD): +28 % vs. +17 % Placebo (p = .039)\n\nDie Sehnen der Kollagengruppe wuchsen also stärker und die Kraftentwicklungsgeschwindigkeit nahm deutlicher zu.\n\nDer Elefant im Raum: Protein vs. Kollagen\n\nHier liegt das größte Problem der aktuellen Kollagenforschung — und diese Studie ist da keine Ausnahme.",[108,109,110,111,112,113,114,115,116,117,118,119,120,121,122,123,124],"Kollagen ist eines der meistverkauften Supplements im Fitnessbereich. Die Versprechen reichen von besserer Haut über gesunde Gelenke bis zu stärkeren Sehnen. Aber was sagt die Forschung wirklich? Eine aktuelle Studie liefert interessante Ergebnisse — und macht gleichzeitig die Grenzen der bisherigen Evidenz deutlich.","Sehnen bestehen fast komplett aus Kollagen","Zum Verständnis: Sehnen sind zu 60–85 % aus Kollagen aufgebaut (Kjaer, 2004). Sie speichern und geben Energie bei Dehnungs-Verkürzungs-Zyklen ab und übertragen die Muskelkraft auf den Knochen. Krafttraining steigert die Kollagensynthese in menschlichen Sehnen (Miller et al., 2005) — nicht nur lokal, sondern systemisch, bis hin zur Haut (Nishikori et al., 2023).","Skelettmuskulatur besteht dagegen nur zu etwa 5 % aus Kollagen (Gillies et al., 2011). Das ist ein entscheidender Punkt für die Interpretation der Ergebnisse.","22 Athletinnen, 8 Wochen, Triple-Blind","Nulty und Erskine (Nulty et al., 2025) untersuchten 22 prämenopausale Feldhockey-Athletinnen (Durchschnittsalter 37 Jahre) über 8 Wochen. Alle absolvierten 3x\u002FWoche exzentrisches Krafttraining.","Kollagengruppe: 30 g hydrolysiertes Kollagen + 500 mg Vitamin C vor dem Training.","Placebo: Kalorisch abgestimmtes Maltodextrin + Vitamin C.","Die Ergebnisse: Sehnen ja, Muskeln nein","Was bei allen gleich war:","Maximalkraft stieg um 14 % (892 auf 1.011 N) Muskeldicke des Vastus lateralis stieg um 5 % Sprungleistung veränderte sich nicht","Kein Unterschied zwischen den Gruppen bei Kraft und Muskelgröße. Das ist erwartbar — wenn Muskeln nur 5 % Kollagen enthalten, wäre es überraschend, wenn Kollagen-Supplementierung den Muskelaufbau beeinflusst.","Was bei der Kollagengruppe besser war:","Querschnittsfläche der Patellasehne: +4,3 % vs. +1,8 % Placebo (p = .014) Maximale Kraftentwicklungsrate (pRFD): +28 % vs. +17 % Placebo (p = .039)","Die Sehnen der Kollagengruppe wuchsen also stärker und die Kraftentwicklungsgeschwindigkeit nahm deutlicher zu.","Der Elefant im Raum: Protein vs. Kollagen","Hier liegt das größte Problem der aktuellen Kollagenforschung — und diese Studie ist da keine Ausnahme.",298,19,{"issueNumber":21,"order":128,"slug":129,"type":101,"label":102,"title":130,"subtitle":17,"articleImage":131,"teaserText":133,"teaserParagraphs":134,"wordCount":148,"gating":79,"firstPage":149},5,"whey-protein-vor-dem-laufen","Whey Protein vor dem Laufen – wie viel verträgt der Magen wirklich?",{"src":132,"alt":130},"\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002F05-whey-protein-vor-dem-laufen-hero.jpg","Viele Läufer meiden Protein vor dem Training. Die Logik: Protein liegt schwer im Magen, und beim Laufen rächen sich Verdauungsprobleme besonders schnell. Magen-Darm-Beschwerden betreffen 30–90 % aller Läufer (de et al., 2014) — das ist kein Randproblem.\n\nAber ist die Angst vor Pre-Run-Protein berechtigt? Eine aktuelle klinische Studie hat genau das getestet.\n\nDas Setup\n\nShaw und Kollegen (Shaw et al., 2026) ließen 13 Freizeitläufer (acht Frauen, fünf Männer) einen 10-km-Lauf auf dem Laufband absolvieren — bei 85 % ihres Wettkampftempos. Das ist submaximal, aber nah genug an der Realität, dass Verdauungsprobleme relevant werden.\n\n60 Minuten vor dem Lauf bekamen die Teilnehmer einen Shake. In einem Crossover-Design durchlief jeder Teilnehmer beide Bedingungen:\n\nNiedrig-Protein (LP): 0,15 g Whey\u002Fkg Körpergewicht + Kohlenhydrate Moderat-Protein (MP): 0,4 g Whey\u002Fkg Körpergewicht + dieselbe Kohlenhydratmenge\n\nDa die Kohlenhydrate identisch gehalten wurden, hatte der MP-Shake mehr Gesamtkalorien. Das ist ein bewusster Kompromiss: Man wollte den ergogenen Kohlenhydrat-Effekt konstant halten, kann aber nicht ausschließen, dass die zusätzliche Energie an sich einen Einfluss hat.\n\nGI-Symptome wurden per Fragebogen erfasst (vor Shake, 60 Minuten nach Shake, nach Lauf), Völlegefühl per visueller Analogskala, Blutzucker per Kapillarblutprobe.\n\nDie Ergebnisse\n\nVier zentrale Befunde:\n\n1. GI-Symptome nahmen beim Laufen zu — unabhängig vom Protein. In beiden Bedingungen stiegen die Symptome zwischen Nüchternzustand und Lauf. Aber der Proteingehalt hatte keinen Einfluss auf die Gesamtsymptomatik (p = 0,85).\n\n2. Der einzige Unterschied: Blähungen. Die MP-Bedingung führte zu stärkerem Blähgefühl während des Laufs (1,23 vs. 0,54 auf der Skala; p = 0,03). Alle anderen Symptome — Übelkeit, Krämpfe, Durchfall, Sodbrennen — unterschieden sich nicht.\n\n3. Kein Unterschied im Blutzucker. Beide Shakes führten 30 Minuten nach dem Trinken zu einem Blutzuckeranstieg, aber es gab keinen Unterschied zwischen den Dosen (p = 0,20). Die Hypothese, dass Protein die Blutzuckerregulation verbessern könnte (Gunnerud et al., 2013), bestätigt sich hier nicht.",[135,136,137,138,139,140,141,142,143,144,145,146,147],"Viele Läufer meiden Protein vor dem Training. Die Logik: Protein liegt schwer im Magen, und beim Laufen rächen sich Verdauungsprobleme besonders schnell. Magen-Darm-Beschwerden betreffen 30–90 % aller Läufer (de et al., 2014) — das ist kein Randproblem.","Aber ist die Angst vor Pre-Run-Protein berechtigt? Eine aktuelle klinische Studie hat genau das getestet.","Das Setup","Shaw und Kollegen (Shaw et al., 2026) ließen 13 Freizeitläufer (acht Frauen, fünf Männer) einen 10-km-Lauf auf dem Laufband absolvieren — bei 85 % ihres Wettkampftempos. Das ist submaximal, aber nah genug an der Realität, dass Verdauungsprobleme relevant werden.","60 Minuten vor dem Lauf bekamen die Teilnehmer einen Shake. In einem Crossover-Design durchlief jeder Teilnehmer beide Bedingungen:","Niedrig-Protein (LP): 0,15 g Whey\u002Fkg Körpergewicht + Kohlenhydrate Moderat-Protein (MP): 0,4 g Whey\u002Fkg Körpergewicht + dieselbe Kohlenhydratmenge","Da die Kohlenhydrate identisch gehalten wurden, hatte der MP-Shake mehr Gesamtkalorien. Das ist ein bewusster Kompromiss: Man wollte den ergogenen Kohlenhydrat-Effekt konstant halten, kann aber nicht ausschließen, dass die zusätzliche Energie an sich einen Einfluss hat.","GI-Symptome wurden per Fragebogen erfasst (vor Shake, 60 Minuten nach Shake, nach Lauf), Völlegefühl per visueller Analogskala, Blutzucker per Kapillarblutprobe.","Die Ergebnisse","Vier zentrale Befunde:","1. GI-Symptome nahmen beim Laufen zu — unabhängig vom Protein. In beiden Bedingungen stiegen die Symptome zwischen Nüchternzustand und Lauf. Aber der Proteingehalt hatte keinen Einfluss auf die Gesamtsymptomatik (p = 0,85).","2. Der einzige Unterschied: Blähungen. Die MP-Bedingung führte zu stärkerem Blähgefühl während des Laufs (1,23 vs. 0,54 auf der Skala; p = 0,03). Alle anderen Symptome — Übelkeit, Krämpfe, Durchfall, Sodbrennen — unterschieden sich nicht.","3. Kein Unterschied im Blutzucker. Beide Shakes führten 30 Minuten nach dem Trinken zu einem Blutzuckeranstieg, aber es gab keinen Unterschied zwischen den Dosen (p = 0,20). Die Hypothese, dass Protein die Blutzuckerregulation verbessern könnte (Gunnerud et al., 2013), bestätigt sich hier nicht.",299,22,{"issueNumber":21,"order":151,"slug":152,"type":153,"label":154,"title":155,"subtitle":17,"articleImage":156,"teaserText":158,"teaserParagraphs":159,"wordCount":78,"gating":79,"firstPage":171},6,"schlaf-das-staerkste-werkzeug-das-du-nicht-kaufen-kannst","archiv","Habit des Monats","Schlaf — das stärkste Werkzeug, das du nicht kaufen kannst",{"src":157,"alt":155},"\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002F06-schlaf-das-staerkste-werkzeug-das-du-nicht-kaufen-kannst-hero.jpg","Es gibt ein Werkzeug für Gewicht, Herz und Kopf, das nichts kostet, keine Nebenwirkungen hat und in fast jeder Studie besser abschneidet als das, was man dafür kaufen kann. Schlaf.\n\nWas Schlaf eigentlich macht\n\nNedeltcheva hat zehn übergewichtige Erwachsene zweimal in ein Kaloriendefizit gesetzt — einmal bei 8,5 Stunden, einmal bei 5,5 Stunden Schlaf, bei identischer Ernährung (Nedeltcheva et al., 2010). Nach zwei Wochen hatten beide Gruppen rund 3kg abgenommen. So weit alles gleich.\n\nUnterschiedlich war, woraus die 3kg bestanden. Bei gutem Schlaf gingen 1,4kg Fett und 1,5kg fettfreie Masse weg. Bei Kurzschlaf: 0,6kg Fett und 2,4kg fettfreie Masse. Der Körper opfert Muskel statt Fett, wenn Schlaf knapp wird.\n\nIdentisches Defizit, unterschiedlicher Schlaf\n\nZwei Gruppen, 14 Tage, gleiches Essen, gleiches Defizit:\n\n8,5h Schlaf: 1,4kg Fett verloren, 1,5kg fettfreie Masse 5,5h Schlaf: 0,6kg Fett, aber 2,4kg fettfreie Masse\n\nBei Kurzschlaf kommen rund 80% des Gewichtsverlusts aus der Muskulatur.\n\nHerz und Mortalität. Hier wird es interessant, weil die Studie mit dem klassischen Narrativ bricht, man müsse nur möglichst lange schlafen. Windred und Kollegen haben 88.975 UK-Biobank-Teilnehmer eine Woche lang mit Akzelerometer am Handgelenk gemessen und dann sieben Jahre nachverfolgt (Windred et al., 2024). Ergebnis: Nicht wie lang jemand schläft, sondern wie regelmässig, war der stärkere Prädiktor. Die unregelmässigsten 5% hatten ein um 53% erhöhtes Gesamtmortalitätsrisiko und ein um 88% erhöhtes Herz-Kreislauf-Risiko. Auch nach Adjustierung für Schlafdauer blieb der Effekt. Umgekehrt verlor die Dauer ihre Bedeutung, sobald man für Regelmässigkeit adjustierte.\n\nHeisst: Wer jede Nacht sechs Stunden schläft, aber immer zur gleichen Zeit, fährt besser als wer mal sieben und mal fünf bekommt.\n\nUnd dann der Kopf. Sabia hat 7.959 britische Staatsbedienstete über 25Jahre begleitet (Sabia et al., 2021). Wer mit 50 sechs Stunden oder weniger schlief, hatte ein um 22% erhöhtes Demenzrisiko; mit 60 waren es 37%; wer dauerhaft kurz schlief, landete…",[160,161,162,163,164,165,166,167,168,169,170],"Es gibt ein Werkzeug für Gewicht, Herz und Kopf, das nichts kostet, keine Nebenwirkungen hat und in fast jeder Studie besser abschneidet als das, was man dafür kaufen kann. Schlaf.","Was Schlaf eigentlich macht","Nedeltcheva hat zehn übergewichtige Erwachsene zweimal in ein Kaloriendefizit gesetzt — einmal bei 8,5 Stunden, einmal bei 5,5 Stunden Schlaf, bei identischer Ernährung (Nedeltcheva et al., 2010). Nach zwei Wochen hatten beide Gruppen rund 3kg abgenommen. So weit alles gleich.","Unterschiedlich war, woraus die 3kg bestanden. Bei gutem Schlaf gingen 1,4kg Fett und 1,5kg fettfreie Masse weg. Bei Kurzschlaf: 0,6kg Fett und 2,4kg fettfreie Masse. Der Körper opfert Muskel statt Fett, wenn Schlaf knapp wird.","Identisches Defizit, unterschiedlicher Schlaf","Zwei Gruppen, 14 Tage, gleiches Essen, gleiches Defizit:","8,5h Schlaf: 1,4kg Fett verloren, 1,5kg fettfreie Masse 5,5h Schlaf: 0,6kg Fett, aber 2,4kg fettfreie Masse","Bei Kurzschlaf kommen rund 80% des Gewichtsverlusts aus der Muskulatur.","Herz und Mortalität. Hier wird es interessant, weil die Studie mit dem klassischen Narrativ bricht, man müsse nur möglichst lange schlafen. Windred und Kollegen haben 88.975 UK-Biobank-Teilnehmer eine Woche lang mit Akzelerometer am Handgelenk gemessen und dann sieben Jahre nachverfolgt (Windred et al., 2024). Ergebnis: Nicht wie lang jemand schläft, sondern wie regelmässig, war der stärkere Prädiktor. Die unregelmässigsten 5% hatten ein um 53% erhöhtes Gesamtmortalitätsrisiko und ein um 88% erhöhtes Herz-Kreislauf-Risiko. Auch nach Adjustierung für Schlafdauer blieb der Effekt. Umgekehrt verlor die Dauer ihre Bedeutung, sobald man für Regelmässigkeit adjustierte.","Heisst: Wer jede Nacht sechs Stunden schläft, aber immer zur gleichen Zeit, fährt besser als wer mal sieben und mal fünf bekommt.","Und dann der Kopf. Sabia hat 7.959 britische Staatsbedienstete über 25Jahre begleitet (Sabia et al., 2021). Wer mit 50 sechs Stunden oder weniger schlief, hatte ein um 22% erhöhtes Demenzrisiko; mit 60 waren es 37%; wer dauerhaft kurz schlief, landete…",25,[173,184,193],{"id":174,"slug":175,"title":176,"excerpt":177,"date":178,"modified":179,"categories":180,"tags":181,"featured_media":15,"featured_image_url":183,"featured_image_alt":17,"primary_category_slug":18,"seo_description":16,"sources":16},246425,"kalorienvebrauch-krafttraining","Wie viele Kalorien verbraucht dein Krafttraining wirklich?","Der Kalorienverbrauch durch Krafttraining ist häufig schwer genau zu beziffern. 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