[{"data":1,"prerenderedAt":217},["ShallowReactive",2],{"article-supplements-bcaas":3,"magazin-current-issue":21,"related-supplements-bcaas":173,"comments-bcaas":203},{"id":4,"slug":5,"title":6,"content":7,"excerpt":8,"date":9,"modified":10,"categories":11,"tags":13,"featured_media":16,"featured_image_url":17,"featured_image_alt":18,"primary_category_slug":19,"seo_description":20,"sources":20},867,"bcaas","BCAAs &#8211; Sinnvoll? Dosierung, Einnahme &#038; Wirkung [+Tipps]","\u003Cp>Mit BCAAs sind drei spezielle Aminosäuren gemeint: \u003Cstrong>Leucin, Isoleucin und Valin. \u003C\u002Fstrong>\u003C\u002Fp> \u003Cp>Aufgrund ihrer verzweigten Strukturformel werden sie als verzweigtkettige Aminosäuren bzw. engl. branched-chain amino acids (BCAAs) bezeichnet.\u003C\u002Fp> \u003Cp>\u003Cstrong>BCAAs werden folgende Wirkungen nachgesagt:\u003C\u002Fstrong>\u003C\u002Fp> \u003Cul> \u003Cli>Förderung des Muskelaufbaus (Erhöhen die Proteinsynthese, v.a. durch Leucin),\u003C\u002Fli> \u003Cli>Muskelschutz während einer Diät,\u003C\u002Fli> \u003Cli>Reduktion der Ermüdung beim Training,\u003C\u002Fli> \u003Cli>Stärkung des Immunsystems (vor allem nach starker Belastung).\u003C\u002Fli> \u003C\u002Ful> \u003Cp>\u003Cstrong>Doch geredet wird bei Supplements viel. Was steckt wirklich dahinter?\u003C\u002Fstrong>\u003C\u002Fp> \u003Cp>“Normale” Aminosäuren werden nur zu 25-30 % von Muskeln aufgenommen. Der Rest landet in der Leber, die damit bspw. Glukose, Fettsäuren oder direkt Energie herstellt.\u003C\u002Fp> \u003Cp>BCAAs hingegen gelangen zu\u003Cstrong> 65-70 % direkt in die Muskulatur\u003C\u002Fstrong> und werden dort als Baumaterial verwendet oder dienen als Auslöser für die Proteinsynthese.\u003C\u002Fp> \u003Ch3>Wo kommen BCAAs in der normalen Nahrung vor?\u003C\u002Fh3> \u003Cul> \u003Cli>In hochqualitativen proteinreichen Nahrungsmitteln (Fleisch, Milchprodukte etc.): BCAAs machen ~15-20 % des totalen Proteingehalts aus.\u003C\u002Fli> \u003Cli>In Whey Protein: BCAA-Gehalt beträgt ~23-25 %.\u003C\u002Fli> \u003C\u002Ful> \u003Cp>Nimmst du als 75 kg schwerer Mensch, 150 g Protein \u002F Tag zu dir (2 g\u002Fkg Körpergewicht), bekommst du\u003Cstrong> automatisch 22 – 30 g BCAAs über die normale Ernährung.\u003C\u002Fstrong> (Vgl.: 10 g BCAAs ist eine typisch empfohlene Dosis).\u003C\u002Fp> \u003Cp>Merke: Bei einer proteinreichen Ernährung nimmst du schon einige BCAAs zu dir. Durch Whey-Shakes, erhöht sich die BCAA-Zufuhr noch weiter.\u003C\u002Fp> \u003Ch2>Wirkungen\u002FEffekte von BCAAs\u003C\u002Fh2> \u003Ch3>1. Förderung des Muskelaufbaus (Proteinsynthese)\u003C\u002Fh3> \u003Cp>BCAAs, vor alle die Aminosäure Leucin, \u003Cstrong>stimuliert die Proteinsynthese\u003C\u002Fstrong> stark. Vermutlich durch ihre Hauptrolle bei der Aktivierung von mTOR. 10 g BCAAs (=30 g Whey Protein) stimulieren die Proteinsynthese maximal.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Allerdings brauchst du für die tatsächliche Muskelproteinsynthese mehr Aminosäuren als nur für die Stimulation notwendig. Mindestens mal die 8 essenziellen Aminosäuren (EAAs) und wahrscheinliche auch noch einige nicht-essenzielle Aminosäuren.\u003Csup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop\" data-mfn=\"1\" data-mfn-post-scope=\"00000000000006170000000000000000_867\">1\u003C\u002Fsup>\u003Cspan id=\"mfn-content-00000000000006170000000000000000_867-1\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"1\">Wolfe RR. Branched-chain amino acids and muscle protein synthesis in humans: myth or reality? J Int Soc Sports Nutr. 2017 Aug 22;14:30. doi: 10.1186\u002Fs12970-017-0184-9. eCollection 2017. Review. PubMed PMID: 28852372; PubMed Central PMCID: PMC5568273. \u003C\u002Fspan> Daher ist es praktisch immer am empfehlenswertesten \u003Cstrong>echte proteinreiche Nahrungsmittel oder Proteinshakes\u003C\u002Fstrong> zuzuführen.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Viele Studien, die positive Effekt auf den Muskelaufbau zeigen, vergleichen die BCAA-Gabe mit “nichts”. Es ist kein Wunder, dass dann die BCAA-Gruppe besser als die Gruppe abschneidet, die überhaupt keine Aminosäuren bekamen.\u003C\u002Fp> \u003Cblockquote> \u003Cp>\u003Cem>Sofern genügend Protein konsumiert wird, sind zusätzliche BCCAs unnötig und werden nur geringe oder keine Effekte haben. In den meisten Studien, bei denen BCAA Effekt zeigte, war die Proteinzufuhr unzureichend.\u003Csup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop\" data-mfn=\"2\" data-mfn-post-scope=\"00000000000006170000000000000000_867\">2\u003C\u002Fsup>\u003Cspan id=\"mfn-content-00000000000006170000000000000000_867-2\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"2\">*übersetzt von FE. Original: &#8222;if sufficient dietary protein is being consumed (&#8230;), additional BCAA is unnecessary and will have little to no effect. In most studies where BCAA had a benefit, it was on a background of inadequate protein intake.&#8220;\u003C\u002Fspan> – \u003Cstrong>Lyle Mcdonald\u003C\u002Fstrong>\u003C\u002Fem>\u003C\u002Fp> \u003C\u002Fblockquote> \u003Cblockquote> \u003Cp>\u003Cem>Wer an Muskelaufbau interessiert ist, hat mehr Vorteile eine proteinreiche Mahlzeit zu essen, anstatt Leucin zu supplementieren. Protein enthält sowieso BCAAs.\u003Csup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop\" data-mfn=\"3\" data-mfn-post-scope=\"00000000000006170000000000000000_867\">3\u003C\u002Fsup>\u003Cspan id=\"mfn-content-00000000000006170000000000000000_867-3\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"3\">*übersetzt von FE. Original: &#8222;People interested in building muscle will experience more benefits from eating a high protein meal instead of supplementing leucine. Protein contains BCAAs anyway (&#8230;)&#8220;\u003C\u002Fspan> &#8211; \u003Cstrong>Examine.com\u003C\u002Fstrong>\u003C\u002Fem>\u003C\u002Fp> \u003C\u002Fblockquote> \u003Cp>\u003Cstrong>Fazit: \u003C\u002Fstrong>Nimmst du genügend Protein durch deine normale Ernährung zu dir, sind sehr wahrscheinlich \u003Cem>keine weiteren positiven Effekte\u003C\u002Fem> von BCAAs für den Muskelaufbau zu erwarten.\u003C\u002Fp> \u003Ch3>2. Minderung des Muskelabbaus während einer in Diät\u003C\u002Fh3> \u003Cp>Ist die Proteinzufuhr während einer Diät zu gering, helfen BCAAs die \u003Cstrong>Muskelmasse zu schützen\u003C\u002Fstrong>. Nimmst du hingegen ausreichend Protein in der Diät zu dir, ist dies allerdings unwahrscheinlich. Denn du nimmst so ganz automatisch ausreichend BCAAs über die Ernährung zu dir.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Bist du allerdings in einem hohen Kaloriendefizit und möchtest sicher sein, dass deine Muskulatur bestmöglich geschützt ist und gleichzeitig so wenig wie möglich kcal zu dir nehmen, kannst du BCAAs dafür einsetzen.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Beispiel: 10 g BCAAs mit 40 kcal entsprechen dem BCCA-Gehalt von 250 g Pute mit 280 kcal.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Der Vorteil von BCAAs besteht also darin, \u003Cstrong>mit so wenig kcal wie möglich Muskelschutz\u003C\u002Fstrong> zu erzeugen.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Allerdings ist es auch hier wieder fraglich, ob die reine Stimulation der Muskelproteinsynthese wirklich hilfreich ist. Denn für die Muskelproteinsynthese an sich werden alles EAAs und vermutlich noch weitere nicht-essenzielle Aminosäuren benötigt. Wird die Muskelproteinsynthese nun stimuliert, holt der Körper sich die fehlenden Aminosäuren irgendwo her. Dies können dann im schlechtesten Fall auch die eigenen Muskeln sein.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Auch in der Diät sind daher echte Lebensmittel oder Proteinpulver besser geeignet als einzelne Aminosäuren. Sie liefern alle notwendigen Aminosäuren direkt über die Ernährung.\u003C\u002Fp> \u003Cp>In „echten“ Nahrungsmitteln sind zudem auch \u003Cstrong>viele andere wichtige Nährstoffe\u003C\u002Fstrong> (bspw. Kalzium, Zink, Vit B12 usw.) enthalten und feste Nahrung hat einen besseren Sättigungseffekt. Eine „BCAA“-only Diät ist nicht unbedingt die cleverste Strategie.\u003C\u002Fp> \u003Ch3>3. Reduktion der Ermüdung beim Training\u003C\u002Fh3> \u003Cp>Während eines harten Trainings steigt die Ermüdung und Erschöpfung immer weiter an.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Eine Erklärung liefert die „Central Fatigue“-Hypothese: Wenn die BCAA-Spiegel im Blut sinken, gelangt mehr Tryptophan ins Gehirn. Das Besondere dabei ist, dass BCAAs und Tryptophan um denselben Transporter konkurrieren, um ins Gehirn zu gelangen. Aus Tryptophan wird im Gehirn Serotonin hergestellt. Der nun steigende Serotoninspiegel macht dich träge, müde und unmotiviert.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Der Hypothese zu Folge sollte die Ergänzung von BCAAs diesen Ermüdungseffekt verzögern, da das \u003Cstrong>BCAA\u002FTryptophan-Verhältnis im Blut erhöht\u003C\u002Fstrong> wird und somit \u003Cstrong>weniger Tryptophan\u003C\u002Fstrong> in das Gehirn gelangt.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Allerdings scheint es nicht ganz so einfach zu sein, da auch andere Neurotransmitter und Stoffe einen starken Einfluss auf die Ermüdung haben (bspw. Ammoniak). Es gibt sogar Hinweise darauf, dass ein Whey-Shake besser gegen Ermüdung hilft, als reine BCAAs.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Ob BCAAs also wirklich die Ermüdung während des Trainings reduzieren ist unklar und vermutlich eher ein kleiner Teil der Erklärung.\u003C\u002Fp> \u003Ch3>4. Stärkung des Immunsystems\u003C\u002Fh3> \u003Cp>Hartes Training zieht eine kurzfristige (!) Schwächung deines Immunsystems nach sich. Das gilt für Kraftsportler, Ausdauersportler und sonstige Sportarten gleichermaßen (je härter und länger das Training, desto stärker die Immunschwächung).\u003C\u002Fp> \u003Cp>\u003Cstrong>BCCAs können die Glutaminvorräte deines Körpers schonen\u003C\u002Fstrong>, somit dein Immunsystem stärken und deine Infektanfälligkeit vermindern.\u003C\u002Fp> \u003Cp>6g BCAAs für 15 Tage nach einem Triathlon hat in einer Untersuchung die Infektanfälligkeit der Athleten reduziert.\u003Csup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop\" data-mfn=\"4\" data-mfn-post-scope=\"00000000000006170000000000000000_867\">4\u003C\u002Fsup>\u003Cspan id=\"mfn-content-00000000000006170000000000000000_867-4\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"4\">Bassit RA, Sawada LA, Bacurau RF, Navarro F, Martins E Jr, Santos RV, Caperuto EC, Rogeri P, Costa Rosa LF. Branched-chain amino acid supplementation and the immune response of long-distance athletes. Nutrition. 2002 May;18(5):376-9. PubMed PMID: 11985939.\u003C\u002Fspan> Es ist jedoch nicht gesagt dass dieser Effekt nicht auch mit 20-30 g qualitativem Protein erzielt worden wäre.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass dieser Effekt nicht beobachtet worden wäre, wenn genügend Protein über die normale Ernährung zugeführt worden wäre (was nicht selten ein Problem bei Ausdauerathleten oder Spielsportarten ist.)\u003C\u002Fp> \u003Ch2>BCAAs als Supplement\u003C\u002Fh2> \u003Cp>BCAAs gibt es als Tabletten oder in Pulverform.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Tabletten sind oft sehr teuer und niedrig dosiert (1 g pro Tablette\u002FKapsel). Loses Pulver war früher oft bitter, wobei der Geschmack bei den heutigen Supplements deutlich verbessert wurde.\u003C\u002Fp> \u003Ch3>Dosierung: wie viel BCAAs einnehmen?\u003C\u002Fh3> \u003Cul> \u003Cli>Typische generelle Dosis: 10-20 g BCAAs.\u003C\u002Fli> \u003Cli>Frage stellen: Brauche ich BCAAs überhaupt? Falls ja, für was?\u003C\u002Fli> \u003Cli>Die Dosierung hängt von deinem Ziel und deiner sonstigen Proteinzufuhr ab.\u003C\u002Fli> \u003Cli>10 g BCAAs stimulieren die Proteinsynthese maximal (akuter Effekt). Interessant für Muskelaufbau &amp; Muskelschutz bei Diäten.\u003C\u002Fli> \u003Cli>6 g\u002FTag im Anschluss an starke Belastungen für die Stärkung deines Immunsystems.\u003C\u002Fli> \u003C\u002Ful> \u003Ch2>Zusammenfassung &amp; Empfehlung\u003C\u002Fh2> \u003Cp>Die meisten Studien, die eine positive Wirkung von BCAAs feststellen, tun dies bei einer unzureichenden Gesamtproteinzufuhr. Es ist unwahrscheinlich, dass bei proteinreicher Ernährung zusätzliche BCAAs ihre angepriesene Wirkung entfalten.\u003C\u002Fp> \u003Cul> \u003Cli>Bei genügend Nahrungsproteinzufuhr (~2 g\u002Fkg) brauchst du keine zusätzlichen BCAAs für den Muskelaufbau.\u003C\u002Fli> \u003Cli>Verwende BCAAs in einer Diät nur, wenn du kcal einsparen willst. Sonst gibt es keine magischen Effekte bei genügend Nahrungsprotein.\u003C\u002Fli> \u003Cli>Bei unzureichender Proteinzufuhr oder starker Belastung könnten BCAAs dein Immunsystem unterstützen.\u003C\u002Fli> \u003Cli>Gegen Ermüdung\u002FErschöpfung hilft ein Whey-Shake vor dem Training.\u003C\u002Fli> \u003C\u002Ful> \u003Cp>Für die meisten Fälle bedeutet das: Spar dir dein Geld, iss genügend Protein aus echter Nahrung und und nimm bei Optimierungswünschen Whey-Protein zu dir.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Experimentiere erst mit BCAAs, wenn du deine sonstige Ernährung wirklich Griff hast.\u003C\u002Fp> \u003Ch3>Weitere hilfreiche Artikel:\u003C\u002Fh3> \u003Cul> \u003Cli>\u003Ca href=\"\u002Fsuppomat\">Der Supp-O-MAT:\u003C\u002Fa> Schnell &amp; einfach evidenzbasierte Supps finden + individuelle Dosierung.\u003C\u002Fli> \u003C\u002Ful> \u003Cp>\u003Cstrong>Weiterführende Links\u003C\u002Fstrong>\u003C\u002Fp> \u003Cul> \u003Cli>\u003Ca class=\"clicky_log_outbound\" href=\"https:\u002F\u002Fexamine.com\u002Fsupplements\u002Fbranched-chain-amino-acids\u002F\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener noreferrer\">BCAAs\u003C\u002Fa> &#8211; Examine.com (engl.)\u003C\u002Fli> \u003Cli>\u003Ca href=\"http:\u002F\u002Fwww.bodyrecomposition.com\u002Fmuscle-gain\u002Fsupplements-part-2.html\u002F\">Supplements Part 2\u003C\u002Fa> &#8211; Lyle McDonald (engl.)\u003C\u002Fli> \u003C\u002Ful>","Mit BCAAs sind drei spezielle Aminosäuren gemeint: Leucin, Isoleucin und Valin. Aufgrund ihrer verzweigten Strukturformel werden sie als verzweigtkettige Aminosäuren [&hellip;]","2016-01-05T20:43:03","2025-07-28T08:23:43",[12],93,[14,15],309,140,0,"https:\u002F\u002Fwzjqouafgfqbutjwmjir.supabase.co\u002Fstorage\u002Fv1\u002Fobject\u002Fpublic\u002Fsf-uploads\u002FBCAAs.jpg","","supplements",null,{"issueNumber":22,"ym":23,"issueDate":24,"coverTitle":25,"coverSub":26,"coverDesc":18,"coverImage":27,"previewCoverImage":28,"manifestUrl":29,"previewPdf":30,"previewPages":31,"pageCount":60,"sections":61},1,"2026-04","April 2026","Training, Ernährung und Gesundheit für die zweite Lebenshälfte"," Abnehmen ab 50, Kollagen, Koffein, Schlaf","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fcover.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fcover-leseprobe.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fmanifest.json","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fsf-magazin-2026-04-leseprobe.pdf",[32,33,34,35,36,37,38,39,40,41,42,43,44,45,46,47,48,49,50,51,52,53,54,55,56,57,58,59],"\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-01.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-02.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-03.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-04.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-05.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-06.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-07.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-08.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-09.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-10.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-11.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-12.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-13.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-14.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-15.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-16.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-17.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-18.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-19.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-20.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-21.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-22.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-23.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-24.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-25.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-26.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-27.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-28.jpg",28,[62,82,100,128,151],{"issueNumber":22,"order":63,"slug":64,"type":65,"label":66,"title":67,"subtitle":18,"articleImage":68,"teaserText":70,"teaserParagraphs":71,"wordCount":79,"gating":80,"firstPage":81},2,"abnehmen-ab-50-was-sich-veraendert-hat","eingeordnet","Deep Dive","Abnehmen ab 50: Was sich verändert hat — und was jetzt funktioniert",{"src":69,"alt":67},"\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002F02-abnehmen-ab-50-was-sich-veraendert-hat-hero.jpg","Ab der Lebensmitte zeigt sich ein Muster, das viele so erleben: Das Gewicht steigt und steigt. Abnehmen wird immer schwerer. Was früher noch funktioniert hat, bringt jetzt nichts mehr. Fett wandert von Hüften und Oberschenkeln in die Körpermitte. Selbst wenn die Waage stabil bleibt, verschiebt sich langsam das Muskel:Fett-Verhältnis.\n\nDie naheliegende Diagnose ist oft: Stoffwechsel eingebrochen und \"kann man eh nichts dagegen machen\". Doch die Daten sagen etwas anderes. Also einfach noch weniger essen? Nein, das ist zu einfach. In Wirklichkeit hat sich deine Biologie geändert. Die Spielregeln sind nicht mehr dieselben wie vor 30 Jahren. Dein Körper reagiert ab jetzt sensibler, weniger fehlerverzeihend und benötigt ganz präzise die richtigen Inputs. Schauen wir uns an, was genau sich verändert und wie du darauf reagieren solltest.\n\nWarum Kaloriendefizit allein ab 50 nach hinten losgeht\n\nEine vielzitierte Studie der Universität Illinois hat 180 Frauen zwischen 50 und 70 Jahren über ein Jahr begleitet (Beavers et al., 2017). Alle Teilnehmerinnen waren in einem moderaten Kaloriendefizit (500 kcal täglich) und wurden in drei Gruppen aufgeteilt: nur Diät, Diät plus Ausdauertraining, Diät plus Krafttraining.\n\nDas Ergebnis, aufgeschlüsselt per DXA-Körperzusammensetzungsmessung:\n\nNur Diät: 6,6 kg Gewichtsverlust im Schnitt — klingt gut. Aber davon waren rund 2,2 kg Muskelmasse (ein Drittel) und nur 4,4 kg Fettgewebe. Ein Drittel des „Erfolgs\" war in Wirklichkeit der Abbau von genau dem Gewebe, das den Grundumsatz erhält. Entsprechend sank dieser messbar. Das heißt: Diese Frauen bräuchten nach der Diät noch weniger Kalorien als vorher, um ihr neues, niedrigeres Gewicht zu halten.\n\nDiät + Ausdauer: Der Gesamtgewichtsverlust war nur marginal größer als bei Nur-Diät. Entscheidend: Der Muskelverlust bewegte sich auf demselben Niveau wie in der Nur-Diät-Gruppe — etwa 2 kg. Laufen, Radfahren oder Schwimmen verbrennen Kalorien, aber sie liefern keinen ausreichenden Stimulus für Muskelerhalt. Der Reiz, den Muskeln brauchen, um nicht abgebaut zu…",[72,73,74,75,76,77,78],"Ab der Lebensmitte zeigt sich ein Muster, das viele so erleben: Das Gewicht steigt und steigt. Abnehmen wird immer schwerer. Was früher noch funktioniert hat, bringt jetzt nichts mehr. Fett wandert von Hüften und Oberschenkeln in die Körpermitte. Selbst wenn die Waage stabil bleibt, verschiebt sich langsam das Muskel:Fett-Verhältnis.","Die naheliegende Diagnose ist oft: Stoffwechsel eingebrochen und \"kann man eh nichts dagegen machen\". Doch die Daten sagen etwas anderes. Also einfach noch weniger essen? Nein, das ist zu einfach. In Wirklichkeit hat sich deine Biologie geändert. Die Spielregeln sind nicht mehr dieselben wie vor 30 Jahren. Dein Körper reagiert ab jetzt sensibler, weniger fehlerverzeihend und benötigt ganz präzise die richtigen Inputs. Schauen wir uns an, was genau sich verändert und wie du darauf reagieren solltest.","Warum Kaloriendefizit allein ab 50 nach hinten losgeht","Eine vielzitierte Studie der Universität Illinois hat 180 Frauen zwischen 50 und 70 Jahren über ein Jahr begleitet (Beavers et al., 2017). Alle Teilnehmerinnen waren in einem moderaten Kaloriendefizit (500 kcal täglich) und wurden in drei Gruppen aufgeteilt: nur Diät, Diät plus Ausdauertraining, Diät plus Krafttraining.","Das Ergebnis, aufgeschlüsselt per DXA-Körperzusammensetzungsmessung:","Nur Diät: 6,6 kg Gewichtsverlust im Schnitt — klingt gut. Aber davon waren rund 2,2 kg Muskelmasse (ein Drittel) und nur 4,4 kg Fettgewebe. Ein Drittel des „Erfolgs\" war in Wirklichkeit der Abbau von genau dem Gewebe, das den Grundumsatz erhält. Entsprechend sank dieser messbar. Das heißt: Diese Frauen bräuchten nach der Diät noch weniger Kalorien als vorher, um ihr neues, niedrigeres Gewicht zu halten.","Diät + Ausdauer: Der Gesamtgewichtsverlust war nur marginal größer als bei Nur-Diät. Entscheidend: Der Muskelverlust bewegte sich auf demselben Niveau wie in der Nur-Diät-Gruppe — etwa 2 kg. Laufen, Radfahren oder Schwimmen verbrennen Kalorien, aber sie liefern keinen ausreichenden Stimulus für Muskelerhalt. Der Reiz, den Muskeln brauchen, um nicht abgebaut zu…",300,"members",4,{"issueNumber":22,"order":83,"slug":84,"type":85,"label":86,"title":87,"subtitle":18,"articleImage":88,"teaserText":90,"teaserParagraphs":91,"wordCount":79,"gating":80,"firstPage":99},3,"stimmt-das-koffein-dehydriert-herz","stimmt_das","Stimmt das?","Koffein: Dehydriert und schadet dem Herzen?",{"src":89,"alt":87},"\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002F03-stimmt-das-koffein-dehydriert-herz-hero.jpg","Zwei Vorwürfe in einem Satz: Die Tasse Kaffee entwässere dich und setze deinem Herzen zu. Klingt nach einem Doppelschlag, der Koffein endgültig ins Reich der Sünden verbannt. Nur — die Datenlage sagt etwas anderes.\n\nWarum die Behauptung sich so hartnäckig hält\n\nKoffein ist pharmakologisch aktiv, und wer einmal nach drei doppelten Espressi auf der Toilette stand, hält die diuretische Wirkung für ausgemacht. Hinzu kommt der spürbare Puls-Kick nach einer grossen Dosis — das fühlt sich nach Belastung an, und von dort ist es gedanklich nur ein kurzer Weg zu \"schadet dem Herzen\".\n\nAuch die Fachlogik klingt zunächst plausibel. Koffein blockiert den Adenosin-Rezeptor und regt das zentrale Nervensystem an. Gleichzeitig hat es eine ausgesprochen variable Halbwertszeit von 1,5 bis 9,5 Stunden (Antonio et al., 2024). Wer langsam metabolisiert, spürt die Wirkung stundenlang — und deutet jedes Herzklopfen als Warnsignal. Nachvollziehbar, aber eben nicht gleichbedeutend mit Schaden.\n\nDehydriert Koffein? Nein — nicht in moderaten Mengen\n\nDer narrative Review von Antonio et al. (2024) im Journal of the International Society of Sports Nutrition räumt mit dem Dehydrations-Mythos ziemlich klar auf (Antonio et al., 2024). Moderate Tagesdosen von etwa 250–300 mg (rund 3 mg\u002Fkg, drei Tassen Kaffee) erhöhen bei Gewohnheitstrinkern das Urinvolumen nicht. Eine akute diuretische Wirkung setzt erst ab 500 mg oder mehr ein, entsprechend ≥6 mg\u002Fkg — das ist also erst bei 6 Tassen und mehr der Fall.\n\nDie zentrale Arbeit dazu ist eine Meta-Analyse von Zhang et al. (2015) über 16 Studien bei regelmässig trainierenden Erwachsenen: Bei einer medianen Aufnahme von 300 mg Koffein fand sich kein Dehydrationseffekt (Zhang et al., 2015). Killer et al. gingen noch einen Schritt weiter — sie verglichen 3–6 Tassen Kaffee pro Tag direkt mit reinem Wasser und fanden eine praktisch identische Hydrationswirkung (Killer et al., 2014). Kaffee zählt also zur Flüssigkeitsbilanz, er zieht sie nicht…",[92,93,94,95,96,97,98],"Zwei Vorwürfe in einem Satz: Die Tasse Kaffee entwässere dich und setze deinem Herzen zu. Klingt nach einem Doppelschlag, der Koffein endgültig ins Reich der Sünden verbannt. Nur — die Datenlage sagt etwas anderes.","Warum die Behauptung sich so hartnäckig hält","Koffein ist pharmakologisch aktiv, und wer einmal nach drei doppelten Espressi auf der Toilette stand, hält die diuretische Wirkung für ausgemacht. Hinzu kommt der spürbare Puls-Kick nach einer grossen Dosis — das fühlt sich nach Belastung an, und von dort ist es gedanklich nur ein kurzer Weg zu \"schadet dem Herzen\".","Auch die Fachlogik klingt zunächst plausibel. Koffein blockiert den Adenosin-Rezeptor und regt das zentrale Nervensystem an. Gleichzeitig hat es eine ausgesprochen variable Halbwertszeit von 1,5 bis 9,5 Stunden (Antonio et al., 2024). Wer langsam metabolisiert, spürt die Wirkung stundenlang — und deutet jedes Herzklopfen als Warnsignal. Nachvollziehbar, aber eben nicht gleichbedeutend mit Schaden.","Dehydriert Koffein? Nein — nicht in moderaten Mengen","Der narrative Review von Antonio et al. (2024) im Journal of the International Society of Sports Nutrition räumt mit dem Dehydrations-Mythos ziemlich klar auf (Antonio et al., 2024). Moderate Tagesdosen von etwa 250–300 mg (rund 3 mg\u002Fkg, drei Tassen Kaffee) erhöhen bei Gewohnheitstrinkern das Urinvolumen nicht. Eine akute diuretische Wirkung setzt erst ab 500 mg oder mehr ein, entsprechend ≥6 mg\u002Fkg — das ist also erst bei 6 Tassen und mehr der Fall.","Die zentrale Arbeit dazu ist eine Meta-Analyse von Zhang et al. (2015) über 16 Studien bei regelmässig trainierenden Erwachsenen: Bei einer medianen Aufnahme von 300 mg Koffein fand sich kein Dehydrationseffekt (Zhang et al., 2015). Killer et al. gingen noch einen Schritt weiter — sie verglichen 3–6 Tassen Kaffee pro Tag direkt mit reinem Wasser und fanden eine praktisch identische Hydrationswirkung (Killer et al., 2014). Kaffee zählt also zur Flüssigkeitsbilanz, er zieht sie nicht…",15,{"issueNumber":22,"order":81,"slug":101,"type":102,"label":103,"title":104,"subtitle":18,"articleImage":105,"teaserText":107,"teaserParagraphs":108,"wordCount":126,"gating":80,"firstPage":127},"kollagen-fuer-die-sehnen","zweites_thema","Studie im Blick","Kollagen für die Sehnen: Was bringt es wirklich beim Krafttraining?",{"src":106,"alt":104},"\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002F04-kollagen-fuer-die-sehnen-hero.jpg","Kollagen ist eines der meistverkauften Supplements im Fitnessbereich. Die Versprechen reichen von besserer Haut über gesunde Gelenke bis zu stärkeren Sehnen. Aber was sagt die Forschung wirklich? Eine aktuelle Studie liefert interessante Ergebnisse — und macht gleichzeitig die Grenzen der bisherigen Evidenz deutlich.\n\nSehnen bestehen fast komplett aus Kollagen\n\nZum Verständnis: Sehnen sind zu 60–85 % aus Kollagen aufgebaut (Kjaer, 2004). Sie speichern und geben Energie bei Dehnungs-Verkürzungs-Zyklen ab und übertragen die Muskelkraft auf den Knochen. Krafttraining steigert die Kollagensynthese in menschlichen Sehnen (Miller et al., 2005) — nicht nur lokal, sondern systemisch, bis hin zur Haut (Nishikori et al., 2023).\n\nSkelettmuskulatur besteht dagegen nur zu etwa 5 % aus Kollagen (Gillies et al., 2011). Das ist ein entscheidender Punkt für die Interpretation der Ergebnisse.\n\n22 Athletinnen, 8 Wochen, Triple-Blind\n\nNulty und Erskine (Nulty et al., 2025) untersuchten 22 prämenopausale Feldhockey-Athletinnen (Durchschnittsalter 37 Jahre) über 8 Wochen. Alle absolvierten 3x\u002FWoche exzentrisches Krafttraining.\n\nKollagengruppe: 30 g hydrolysiertes Kollagen + 500 mg Vitamin C vor dem Training.\n\nPlacebo: Kalorisch abgestimmtes Maltodextrin + Vitamin C.\n\nDie Ergebnisse: Sehnen ja, Muskeln nein\n\nWas bei allen gleich war:\n\nMaximalkraft stieg um 14 % (892 auf 1.011 N) Muskeldicke des Vastus lateralis stieg um 5 % Sprungleistung veränderte sich nicht\n\nKein Unterschied zwischen den Gruppen bei Kraft und Muskelgröße. Das ist erwartbar — wenn Muskeln nur 5 % Kollagen enthalten, wäre es überraschend, wenn Kollagen-Supplementierung den Muskelaufbau beeinflusst.\n\nWas bei der Kollagengruppe besser war:\n\nQuerschnittsfläche der Patellasehne: +4,3 % vs. +1,8 % Placebo (p = .014) Maximale Kraftentwicklungsrate (pRFD): +28 % vs. +17 % Placebo (p = .039)\n\nDie Sehnen der Kollagengruppe wuchsen also stärker und die Kraftentwicklungsgeschwindigkeit nahm deutlicher zu.\n\nDer Elefant im Raum: Protein vs. Kollagen\n\nHier liegt das größte Problem der aktuellen Kollagenforschung — und diese Studie ist da keine Ausnahme.",[109,110,111,112,113,114,115,116,117,118,119,120,121,122,123,124,125],"Kollagen ist eines der meistverkauften Supplements im Fitnessbereich. Die Versprechen reichen von besserer Haut über gesunde Gelenke bis zu stärkeren Sehnen. Aber was sagt die Forschung wirklich? Eine aktuelle Studie liefert interessante Ergebnisse — und macht gleichzeitig die Grenzen der bisherigen Evidenz deutlich.","Sehnen bestehen fast komplett aus Kollagen","Zum Verständnis: Sehnen sind zu 60–85 % aus Kollagen aufgebaut (Kjaer, 2004). Sie speichern und geben Energie bei Dehnungs-Verkürzungs-Zyklen ab und übertragen die Muskelkraft auf den Knochen. Krafttraining steigert die Kollagensynthese in menschlichen Sehnen (Miller et al., 2005) — nicht nur lokal, sondern systemisch, bis hin zur Haut (Nishikori et al., 2023).","Skelettmuskulatur besteht dagegen nur zu etwa 5 % aus Kollagen (Gillies et al., 2011). Das ist ein entscheidender Punkt für die Interpretation der Ergebnisse.","22 Athletinnen, 8 Wochen, Triple-Blind","Nulty und Erskine (Nulty et al., 2025) untersuchten 22 prämenopausale Feldhockey-Athletinnen (Durchschnittsalter 37 Jahre) über 8 Wochen. 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Das ist erwartbar — wenn Muskeln nur 5 % Kollagen enthalten, wäre es überraschend, wenn Kollagen-Supplementierung den Muskelaufbau beeinflusst.","Was bei der Kollagengruppe besser war:","Querschnittsfläche der Patellasehne: +4,3 % vs. +1,8 % Placebo (p = .014) Maximale Kraftentwicklungsrate (pRFD): +28 % vs. +17 % Placebo (p = .039)","Die Sehnen der Kollagengruppe wuchsen also stärker und die Kraftentwicklungsgeschwindigkeit nahm deutlicher zu.","Der Elefant im Raum: Protein vs. Kollagen","Hier liegt das größte Problem der aktuellen Kollagenforschung — und diese Studie ist da keine Ausnahme.",298,19,{"issueNumber":22,"order":129,"slug":130,"type":102,"label":103,"title":131,"subtitle":18,"articleImage":132,"teaserText":134,"teaserParagraphs":135,"wordCount":149,"gating":80,"firstPage":150},5,"whey-protein-vor-dem-laufen","Whey Protein vor dem Laufen – wie viel verträgt der Magen wirklich?",{"src":133,"alt":131},"\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002F05-whey-protein-vor-dem-laufen-hero.jpg","Viele Läufer meiden Protein vor dem Training. Die Logik: Protein liegt schwer im Magen, und beim Laufen rächen sich Verdauungsprobleme besonders schnell. Magen-Darm-Beschwerden betreffen 30–90 % aller Läufer (de et al., 2014) — das ist kein Randproblem.\n\nAber ist die Angst vor Pre-Run-Protein berechtigt? Eine aktuelle klinische Studie hat genau das getestet.\n\nDas Setup\n\nShaw und Kollegen (Shaw et al., 2026) ließen 13 Freizeitläufer (acht Frauen, fünf Männer) einen 10-km-Lauf auf dem Laufband absolvieren — bei 85 % ihres Wettkampftempos. Das ist submaximal, aber nah genug an der Realität, dass Verdauungsprobleme relevant werden.\n\n60 Minuten vor dem Lauf bekamen die Teilnehmer einen Shake. In einem Crossover-Design durchlief jeder Teilnehmer beide Bedingungen:\n\nNiedrig-Protein (LP): 0,15 g Whey\u002Fkg Körpergewicht + Kohlenhydrate Moderat-Protein (MP): 0,4 g Whey\u002Fkg Körpergewicht + dieselbe Kohlenhydratmenge\n\nDa die Kohlenhydrate identisch gehalten wurden, hatte der MP-Shake mehr Gesamtkalorien. Das ist ein bewusster Kompromiss: Man wollte den ergogenen Kohlenhydrat-Effekt konstant halten, kann aber nicht ausschließen, dass die zusätzliche Energie an sich einen Einfluss hat.\n\nGI-Symptome wurden per Fragebogen erfasst (vor Shake, 60 Minuten nach Shake, nach Lauf), Völlegefühl per visueller Analogskala, Blutzucker per Kapillarblutprobe.\n\nDie Ergebnisse\n\nVier zentrale Befunde:\n\n1. GI-Symptome nahmen beim Laufen zu — unabhängig vom Protein. In beiden Bedingungen stiegen die Symptome zwischen Nüchternzustand und Lauf. Aber der Proteingehalt hatte keinen Einfluss auf die Gesamtsymptomatik (p = 0,85).\n\n2. Der einzige Unterschied: Blähungen. Die MP-Bedingung führte zu stärkerem Blähgefühl während des Laufs (1,23 vs. 0,54 auf der Skala; p = 0,03). Alle anderen Symptome — Übelkeit, Krämpfe, Durchfall, Sodbrennen — unterschieden sich nicht.\n\n3. Kein Unterschied im Blutzucker. Beide Shakes führten 30 Minuten nach dem Trinken zu einem Blutzuckeranstieg, aber es gab keinen Unterschied zwischen den Dosen (p = 0,20). Die Hypothese, dass Protein die Blutzuckerregulation verbessern könnte (Gunnerud et al., 2013), bestätigt sich hier nicht.",[136,137,138,139,140,141,142,143,144,145,146,147,148],"Viele Läufer meiden Protein vor dem Training. Die Logik: Protein liegt schwer im Magen, und beim Laufen rächen sich Verdauungsprobleme besonders schnell. Magen-Darm-Beschwerden betreffen 30–90 % aller Läufer (de et al., 2014) — das ist kein Randproblem.","Aber ist die Angst vor Pre-Run-Protein berechtigt? Eine aktuelle klinische Studie hat genau das getestet.","Das Setup","Shaw und Kollegen (Shaw et al., 2026) ließen 13 Freizeitläufer (acht Frauen, fünf Männer) einen 10-km-Lauf auf dem Laufband absolvieren — bei 85 % ihres Wettkampftempos. 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Schlaf.\n\nWas Schlaf eigentlich macht\n\nNedeltcheva hat zehn übergewichtige Erwachsene zweimal in ein Kaloriendefizit gesetzt — einmal bei 8,5 Stunden, einmal bei 5,5 Stunden Schlaf, bei identischer Ernährung (Nedeltcheva et al., 2010). Nach zwei Wochen hatten beide Gruppen rund 3kg abgenommen. So weit alles gleich.\n\nUnterschiedlich war, woraus die 3kg bestanden. Bei gutem Schlaf gingen 1,4kg Fett und 1,5kg fettfreie Masse weg. Bei Kurzschlaf: 0,6kg Fett und 2,4kg fettfreie Masse. Der Körper opfert Muskel statt Fett, wenn Schlaf knapp wird.\n\nIdentisches Defizit, unterschiedlicher Schlaf\n\nZwei Gruppen, 14 Tage, gleiches Essen, gleiches Defizit:\n\n8,5h Schlaf: 1,4kg Fett verloren, 1,5kg fettfreie Masse 5,5h Schlaf: 0,6kg Fett, aber 2,4kg fettfreie Masse\n\nBei Kurzschlaf kommen rund 80% des Gewichtsverlusts aus der Muskulatur.\n\nHerz und Mortalität. Hier wird es interessant, weil die Studie mit dem klassischen Narrativ bricht, man müsse nur möglichst lange schlafen. Windred und Kollegen haben 88.975 UK-Biobank-Teilnehmer eine Woche lang mit Akzelerometer am Handgelenk gemessen und dann sieben Jahre nachverfolgt (Windred et al., 2024). Ergebnis: Nicht wie lang jemand schläft, sondern wie regelmässig, war der stärkere Prädiktor. Die unregelmässigsten 5% hatten ein um 53% erhöhtes Gesamtmortalitätsrisiko und ein um 88% erhöhtes Herz-Kreislauf-Risiko. Auch nach Adjustierung für Schlafdauer blieb der Effekt. Umgekehrt verlor die Dauer ihre Bedeutung, sobald man für Regelmässigkeit adjustierte.\n\nHeisst: Wer jede Nacht sechs Stunden schläft, aber immer zur gleichen Zeit, fährt besser als wer mal sieben und mal fünf bekommt.\n\nUnd dann der Kopf. Sabia hat 7.959 britische Staatsbedienstete über 25Jahre begleitet (Sabia et al., 2021). Wer mit 50 sechs Stunden oder weniger schlief, hatte ein um 22% erhöhtes Demenzrisiko; mit 60 waren es 37%; wer dauerhaft kurz schlief, landete…",[161,162,163,164,165,166,167,168,169,170,171],"Es gibt ein Werkzeug für Gewicht, Herz und Kopf, das nichts kostet, keine Nebenwirkungen hat und in fast jeder Studie besser abschneidet als das, was man dafür kaufen kann. Schlaf.","Was Schlaf eigentlich macht","Nedeltcheva hat zehn übergewichtige Erwachsene zweimal in ein Kaloriendefizit gesetzt — einmal bei 8,5 Stunden, einmal bei 5,5 Stunden Schlaf, bei identischer Ernährung (Nedeltcheva et al., 2010). Nach zwei Wochen hatten beide Gruppen rund 3kg abgenommen. So weit alles gleich.","Unterschiedlich war, woraus die 3kg bestanden. Bei gutem Schlaf gingen 1,4kg Fett und 1,5kg fettfreie Masse weg. Bei Kurzschlaf: 0,6kg Fett und 2,4kg fettfreie Masse. Der Körper opfert Muskel statt Fett, wenn Schlaf knapp wird.","Identisches Defizit, unterschiedlicher Schlaf","Zwei Gruppen, 14 Tage, gleiches Essen, gleiches Defizit:","8,5h Schlaf: 1,4kg Fett verloren, 1,5kg fettfreie Masse 5,5h Schlaf: 0,6kg Fett, aber 2,4kg fettfreie Masse","Bei Kurzschlaf kommen rund 80% des Gewichtsverlusts aus der Muskulatur.","Herz und Mortalität. Hier wird es interessant, weil die Studie mit dem klassischen Narrativ bricht, man müsse nur möglichst lange schlafen. Windred und Kollegen haben 88.975 UK-Biobank-Teilnehmer eine Woche lang mit Akzelerometer am Handgelenk gemessen und dann sieben Jahre nachverfolgt (Windred et al., 2024). Ergebnis: Nicht wie lang jemand schläft, sondern wie regelmässig, war der stärkere Prädiktor. Die unregelmässigsten 5% hatten ein um 53% erhöhtes Gesamtmortalitätsrisiko und ein um 88% erhöhtes Herz-Kreislauf-Risiko. Auch nach Adjustierung für Schlafdauer blieb der Effekt. 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